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#1 |
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adicted
Dabei seit: 10/2005
Ort: Regensburg
Beiträge: 2.654
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Hallo Ihr Marionettensurfer,
wollte mal einen kurzen Reisebericht meiner letzten Kitereise geben. Gebucht mit Viva hatten wir das CASA VIVA. Casa Viva hat mehrere Appartments, wir hatten das im oberen Stock. Es hat eine riesige Terasse mit gutem Blick auf den Kitebeach, 2 Schlafzimmer, Küche und ein großes Wohnzimmer. Besonders schön der morgendliche Blick aus dem Schlafzimmer mit Panoramafenster. Also perfekt für Familien oder eine Gruppe. Wir waren einige Male essen (nirgends wirklich gut), aber mit kleinen Kindern war es am bequemsten sich direkt von der Küche im Casa Viva etwas zubereiten zu lassen und nach oben auf die Terasse bringen zu lassen. Sehr nett auch der Martin vom Casa Viva und der Jörg. Im Vergleich zu vor 12 Jahren, als wir das letzte Mal da waren hat sich viel verändert. Der Strand ist jetzt nachmittags dermassen überfüllt, daß man kaum noch einen Platz für ein Surfbrett oder Kite findet. Ab Mittags rücken dort Horden von Venezulanern an, die diesen Strand für sich entdeckt haben (vor 12 Jahren kaum der Fall) und beginnen sich dann langsam aber stetig mit Alkohol vollaufen zu lassen. Allerdings waren die immer gut drauf und es hat wirklich nie echte Probleme gegeben. Gut, wenigtstens ist es dann nie langweilig, wenn man rechtzeitig unten einen Liegestuhl mit Handtuch reservieren konnte und so dem Geschehen hautnah folgen kann. Mir hat es dann aber oben auf der Terasse besser gefallen. Das Klima hat sich in den letzten Jahren grundlegen geändert. Die Insel war im Süden vor 12 Jahren fast eine Wüste, jetzt verfaulen dort die Kakteen, so feucht ist es geworden. Wir hatten fast 7 Tage Regen, allerdings nur an einem Tag wirklich durchgehend. Der Wind war entsprechend mau, richtig guten Wind für 12'er Kite hatte es nur an 4 von 14 Tagen, aber an immerhin 12 Tagen war ich irgendwie am Kiten (teilweise 17'er Speed und Door). Ich hatte bei Premium Kiteboarding gebucht, ich kann die Station wirklich empfehlen. Der Kitebeach ist nur was für Leute die auch unter wechselnden Windbedingungen Höhe halten können, die anderen buchen am besten die Supervision. Die kostet ca. 18 Euro und man wird mit dem Boot (meist 2-5 Leute) 2km nach luv gefahren, kann dort auf einer Sandbank seinen Kite aufbauen und dann downwind nach El Yaque zurückfahren (ca. 1.5 Stunden). Wenn der Kite droppt oder man sonst wie Probleme hat kommt das Boot recht schnell und hilft weiter. Man kann sich ohne Ausweichprobleme voll aufs fahren konzentrieren und lernt sehr schnell dazu. Mir hats sehr viel gebracht, da man auch mal Sachen probieren kann bei denen man sich unsicher fühlt und nicht ständig auf die Höhe schauen muss. Die Kitelehrer auf dem Boot geben auch gerne Tips wenn man sie darauf anspricht. Dafür sind dann die 18 Euro echt geschenkt. Nachteil ist allerdings, daß man ständig abrufbereit sein muss, da man nie genau weiss wann die Ihre Supervision starten. Es sind auch nicht immer Boote verfügbar. Auf Coche haben wir auch vorbeigeschaut und das dortige Hotel Coche Paradise gleich mal aus der Liste möglicher Urlaubsziele gestrichen da das Essen dort so schlecht war daß man schon gegen erste Würgereflexe ankämpfen musste. Ich hab dann meinen 17'er Speed ausgepackt und bin dann wenige Minuten später "zwangsgerettet" worden. Es gibt dort einen mafiaähnlich organisierten Rettungsservice, der dich sofort einsammelt wenn du mehr als 100m vom Strand weg bist und danach 10kBolivar kassiert. Netterweise haben die die Matte so ins Boot geschmissen, daß ich danach 1/2 Stunde Leinen sortieren konnte, Momente in denen ich mich verfluche daß ich keine große Tube hab. Dafür war ich mit dem Speed der einzige der Anfangs am fahren war, also keine Sorge, ich behalte die Matte. Also kitemässig hats mich echt weitergebracht aber über Weihnachten würde ich nicht wieder hinfahren, zu schlechter Wind und einfach zu voll. Das tolle Appartment hat allerdings viel dazu beigetragen daß man den Urlaub doch als Erfolg verbuchen kann. Ciao, Phil |
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