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Reisen und Spots Rund um das Thema Reisen und Spots.

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Alt 06.03.2005, 02:07   #1
Kuddel
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Lächeln Reisebericht aus Vietnam

Hallo,

soweit wir Internetzugang haben werden wir hier in den naechsten 4 Wochen aus Vietnam berichten. Im Moment sind wir gerade in Singapur, in 45 Minuten geht es weiter nach Saigon. Ich gehe davon aus, dass wir wohl morgen Richtung Mui Ne starten werden.
Ich habe das Topic extra hier eroeffnet, da im Unterforum Asien bestimmt die wenigsten lesen. Ihr koennt den Bericht wenn er abgeschlossen ist ja dann verschieben.

Gruss Andre
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Alt 06.03.2005, 17:32   #2
Kuddel
Berlin
 
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Beiträge: 292
Standard Anreise und erste Eindruecke

Nun geht es wie versprochen los........
Hier das wichtigste aus den ersten 2 Tagen, also im Wesentlichen die Anreise sowie erste Eindrücke.

Gestartet sind wir am 5. März um 9:15 Uhr in Berlin Tegel.
Dirk kam wie es sich gehört ziemlich spät. Eigentlich noch pünktlich genug um in Ruhe das Flugzeug zu erreichen, nur waren da ja noch zwei Boardbags. Wir hatten vorher bei Singaporeairlines angerufen und das Gepäck betreffend nachgefragt. 35kg und bis 2 Meter Laenge sollten angeblich kein Problem sein. Am Schalter der Lufthansa sah das dann gleich etwas anders aus. Als die junge Frau unsere Taschen erblickte, die übrigens mit 41 und 45kg ein wenig schwerer als erlaubt waren, teilte sie uns lächelnd mit, das wir das Surfgepäck extra bezahlen müssten. Da wir aber auch alle anderen Sachen in den Bags verstaut hatten konnte man Surfgepäck und normales Gepäck nicht wirklich unterscheiden. Außerdem bestanden wir darauf, dass es sich nicht um Surfboards handelt -))
Ein Anruf bei Singaporeairlines und 10 Minuten später konnte unser Gepäck kostenlos mit. Da es nicht auf die Wage passte wurde es auch nicht gewogen, noch mal Glück gehabt.
Dann ging es mit Lufthansa erstmal ab nach Frankfurt. Dort konnten wir erst mit Verspätung starten, weil die Maschine noch enteist werden musste. Dirk scheint wohl einen Doppelgänger zu haben, der eine nicht so rühmliche Vergangenheit hat. Jedenfalls wurde er bei der Kontrolle durch Singaporeairlines mit den Worten: "Kennen wir uns nicht...... sie sind doch......" Zum kommen sie mal mit kam es dann nicht, da das Geburtsdatum ein anderes ist, auch der Name passte nicht...... was soll’s, Dirk durfte also mitkommen -))
Singaporeairlines kann man nur empfehlen, sehr gut ausgestattete Flugzeuge, Multimedia an jedem Platz (Videos, Musik oder Spiele selbst auswählbar) und vor allem scheint großes Gepäck kein Problem zu sein.
Wir sind in Singapore zwischengelandet und von dort weiter nach Ho Chi Minh City geflogen.
Da hieß es dann erst einmal: "Zur Passkontrolle in einer geraden Linie angetreten". Die Ordnung ist aber spätestens wenn man den Flughafen verlässt und in den Straßenverkehr gerät wieder vorbei.


Mitten drin, statt nur dabei………

Beeindruckend, die Bilder erinnern wirklich an einen Film, nur dass man auf einmal mitten drinnen ist. Ein Motorrad am anderen, jedes Bikertreffen in Deutschland ist ein Witz gegen das was sich hier vor manch einer Ampel staut (wenn denn überhaupt angehalten wird).
Wir haben ein Taxi zum Grand Hotel genommen, weil Dirk bei einem Bekannten der dort arbeitet etwas abgeben sollte. Der hat uns dann erstmal auf einen Drink in dieses noble Hotel eingeladen. Da uns der Aufenthalt dort aber zu teuer war hat er für uns ein Hotel 50m weiter organisiert (9 Euro pro Nacht).


Die eine Nacht in Saigon ging es auch ohne Fenster

Trotzdem wurden wir heute Abend ins Grand Hotel eingeladen und konnte im 11 Stock bei Live-Musik und einem tollen Blick über Saigon ein sehr gutes Abendessen mit Muscheln und allem was das Herz begehrt genießen. Danach schnell ein Cocktail und noch mal einen kleinen Spaziergang durch die Stadt.........
Morgen früh um 7:30 geht es dann nach Mui Ne. Spätestens in 2 Tagen sollte ich dann auch etwas übers Kitesurfen berichten können.


Die Flüge haben wir übrigens bei Mario von kite-universe.com gebucht.
Vielen Dank auch noch mal an Bastian von more-than-boards.com, die ebenfalls ein gutes Flugangebot gemacht haben und uns vor allem viele nützliche Tipps gegeben haben.
Ein ganz dickes Danke geht auch an Petair von ram-air.de . Einmal für das schnelle Beschaffen der Boardbags, vor allem aber für den leihweise gestellten 10er Extacy ......... ich hoffe er kommt morgen Nachmittag schon zum Einsatz

bis dann....... Andre und Dirk

Geändert von Kuddel (20.03.2005 um 14:21 Uhr).
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Alt 07.03.2005, 18:17   #3
Kuddel
Berlin
 
Dabei seit: 01/2003
Ort: Berlin
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Daumen hoch Ankunft in Mui Ne

Hallo,

wir sind heute nach 4h Bussfahrt in Mui Ne angekommen. Am Nachmittag waren wir dann gleich ein paar Stunden auf dem Wasser. Sobald wir ein paar mehr Eindruecke gesammelt haben werden ich mich wieder melden.

bis dann........ Andre

PS: Ich hoffe es ist nicht zu kalt in Deutschland...... -))
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Alt 07.03.2005, 19:40   #4
joe
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Daumen hoch

Hallo Andre,

klasse!

Sag nochmal, ob man in diesem Thread antworten soll und euch auch Fragen stellen soll/kann, oder wollt ihr ihn NUR für euren Bericht lassen? Dann könnten wir parallel einen zweiten "freien" aufmachen ...

Viel Spass auf euer Tour!

Gruss
Johannes
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Alt 08.03.2005, 15:29   #5
kitesurfing-universe
www.cumbuco.de
 
Dabei seit: 06/2004
Ort: Fortaleza , Bonn
Beiträge: 100
Standard

Hallo Ihr 2

viel Spass in Vietnam !

Gruss Mario
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Alt 11.03.2005, 11:18   #6
Kuddel
Berlin
 
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Ort: Berlin
Beiträge: 292
Standard

Hi joe,

die Organisation ueberlasse ich ganz euch. Man kann ja zum Schluss die ganzen Teilberichte in ein extra Topic kopieren, dass man in dem zutreffenden Unterforum positioniert. Fragen beantworten wir soweit wir Zeit haben gerne, spaetestens aber wenn wir zurueck sind.
Es wird sobald ich zu Hause bin sicherlich auch noch mal einen ordentlichen ausformulierten Reisebericht im PDF Format geben.

Gruss Andre
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Alt 11.03.2005, 11:21   #7
Kuddel
Berlin
 
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Beiträge: 292
Standard Wie komme ich nach Mui Ne / Unterkunft

Nachtrag zu Ho Chi Minh City alias Saigon:

Wer hier ankommt sollte sich zumindest einen Tag Zeit nehmen um die Stadt zu ergründen. Sie hat wirklich ihr ganz eigens Flair das sich nur schwer beschreiben lässt. Schnell hat man das Gefühl, dass der Krach, das ständige Hupen und die nach Abgasen riechende Luft hier einfach her gehören.



Man kann sich ohne Angst frei bewegen, wird von Zeit zu Zeit vielleicht mal angesprochen aber nicht belästigt. Straßenhändler die einem auch nach dem 50. Nein nicht von der Seite weichen gibt es eigentlich nicht. An sich scheint die nächtliche Erkundung Saigons weitaus ungefährlicher als ein Spaziergang durch Berlin um die gleiche Zeit.
Sehr interessant soll übrigens das Kriegsmuseum sein, ich hoffe wir finden auf unserem Rückweg noch die Zeit es zu besichtigen.

Am 7. März, also einen Tag nach unserer Ankunft in Saigon, haben wir uns auf den Weg nach Mui Ne gemacht. Dazu bucht man am besten eine "open tour" an einem der vielen Tourunternehmen in der Nähe des Sinh Cafe. Mit den Taxifahrern in Saigon muss man ein bisschen verhandeln, einfach mal nein sagen und 5 Meter weiter gehen, dann wird so manch unmöglicher Preis möglich. Wenn man wie wir 2 große Bags mit sich rumschleppt muss man unter Umständen etwas mehr Zahlen, da ein normaler PKW vielleicht zu klein ist. Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel ist übrigens teurer als normale Fahrten in der Stadt. Wir haben insgesamt 5 Euro bezahlt. Die Fahrt von unserem Hotel zum Sinh Cafe hat dagegen nur noch 1 Euro gekostet (war aber auch nicht ganz so weit).
Der Bus nach Mui Ne kostet eigentlich überall 5 Dollar und fährt morgens und abends. Wir haben um sicher zu gehen, dass es keine Probleme gibt auf unser Gepäck hingewiesen, dafür durften wir dann gleich jeweils 2 Tickets kaufen. In den Stauraum des ersten Busses haben unsere Bags trotzdem nicht gepasst, so dass wir auf den zweiten warten mussten (15 Minuten Später, da genug Fahrgäste). Der war eine Nummer kleiner, so dass das Gepäck aller Reisenden inklusive unserer Bordbags durch die Fenster auf die hintere Rückbank verfrachtet wurde. Nach 4-5 Stunden Fahrt sind wir in Mui Ne angekommen. Da wir noch nicht so richtig wussten wo wir eigentlich hin wollen sind wir bis zur Endhaltestelle mitgefahren. Wenn man bescheid sagt lässt einen der Busfahrer aber auch früher raus. Wer sich in diese Gegend zum Kiten verirrt, sollte sich in der Nähe des Full Moon Beach Hotel absetzen lassen. Dort ist eine der 3 Kiteschulen, das Jibe`s. Eine weitere ist weiter südlich im Hotel Sailing Club. Auf der Mitte gibt es noch eine in einem etwas teureren Hotel (Saigon Mui Ne).
Wir haben leider erst nach der Ankunft an der Endhaltestelle unseren Reiseführer aufmerksam gelesen und uns dann 2km zurück Richtung Full Moon Beach fahren lassen. Das war nicht ganz so einfach, denn so richtig viele Auto-Taxis gibt es hier nicht. Dafür genug Mopeds und die hätten uns am liebsten gezeigt, wie man so ein 50kg Bag auch mit einem Zweirad transportieren kann. So weit ging unser Vertrauen dann aber doch nicht und wir konnten einen Jeep organisieren, der uns das Stück zurück gebracht hat.
Hotels, bzw. Resorts, gibt es hier eines am anderen. Da in Dirks Reiseführer das Full Moon Beach zwar als gut aber etwas zu teuer ausgewiesen ist, haben wir uns im Paradise House (Mai Khanh) direkt daneben umgesehen. Wie wir schnell feststellen konnten macht es, zumindest im Moment noch, absolut keinen Sinn in Deutschland zu buchen. Wichtig ist, dass man sich die einzelnen Bungalows genau anschaut. Anfangs sollte unser Bungalow 30$, dann 25$ und nach kurzen Verhandeln 20$ kosten. Ich bin überzeugt, dass es auch noch billiger geht, besonders nach dem mir aufgefallen ist wie wenige Bungalows hier belegt sind und wie interessiert man aufgenommen hat, dass wir wahrscheinlich nicht nur 3 oder 7 Tage bleiben. Andererseits hatte der Preis von 10$ also ca. 8 Euro pro Person und Nacht meine Erwartungen mehr als erfüllt (außerdem wollen die Leute hier an uns reichen Europäern auch was verdienen.....-))
Der Bungalow an sich ist sehr ordentlich, Dusche und WC sind europäischer Standart, Klimaanlage ist vorhanden sowie ein Fernseher zum begutachten des am Tage gedrehten Videomaterials, außerdem gibt es von der Terrasse einen wunderschönen Blick durch den kleinen Garten auf die Palmen und das Meer.



Wer auf Luxus oder ganz billiges Reisen steht findet aber auch andere Unterkünfte in der unmittelbaren Umgebung. Von 6 oder 7 Dollar bis 150 Dollar und mehr gibt es für jeden Geschmack etwas.

Geändert von Kuddel (20.03.2005 um 14:25 Uhr).
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Alt 11.03.2005, 11:22   #8
Kuddel
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Standard Infos zum Kiten in Mui Ne

Kiten sollte man am besten zwischen der Kitestation Jibe`s, die direkt links neben unserer Unterkunft liegt und zum Full Moon Beach Resort gehört, und dem Sailing Club. Der Strand am und um das Jibe`s ist, wenn man sich nach Süden bewegt immer wieder mal gerade so breit, dass man mit etwas Mühe den Kite Richtung Wasser starten kann, ohne dass der Starthelfer nasse Füße bekommt. Wir haben unsere Kites bis jetzt 50m in Lee unserer Unterkunft gestartet.


Strand 50m in Lee unserer Unterkunft


Strand an der Kiteschule Jibes in Luv unserer Unterkunft


Strand an der Kiteschule des Hotels Saigon Mui Ne (300m in Lee), der Strand ist hier ein ganzes Stück breiter

Den Strand am Sailing Club haben wir uns auch kurz angeschaut. Er ist etwas schmaler, aber auch hier gibt es genug Stellen zum Starten des Kites. Der Sailing Club an sich ist recht schön, gehört aber zur gehobenen Klasse von Unterkünften. Ein einfacher Bungalow bzw. Zweibettzimmer mit Lüfter kostet hier 35$, mit Klimanalage 45$. Die Preise reichen abhängig von der Lage (Meer- oder Gartenblick) bis 120$. Weiter südlich ist die Küste dann teilweise mit zerklüfteten Steinformationen überseht, so dass Kiten hier nicht möglich scheint.
Der Strand wird soweit ich es gesehen habe jeden Tag geharkt und von Muscheln und Steinen befreit. Man braucht zum Kiten also weder Schuhe und aufgrund der Temperaturen auch keinen Neo. Wichtig sind dagegen ein Lycra und eine Kitehose, ohne die man sich sonst innerhalb kürzester Zeit einen Sonnenbrand holt. Auch eine Sonnenbrille für`s Kiten sollte man unbedingt dabei haben. Bei der Sonnenmilch ist es ratsam mit dem Lichtschutzfaktor nicht zu sparen. Nach nur 4 Stunden auf dem Wasser hatte ich mir auf den Armen trotz 30er Sonnenschutz einen leichten Sonnenbrand zugezogen.

Die stärksten Windmonate sind hier Dezember, Januar und Februar. Um diese Zeit sind häufig über 30 Knoten Wind. Im März lässt der Wind etwas nach und irgendwann Ende April dreht er von Nordost auf Südost. Dann ist er aber, bis er im Oktober wieder auf Nordost dreht etwas schwächer.
Bezogen auf die Küste weht der Wind side-on, also perfekt zum Kiten. Unsere bisherigen Erfahrungen sind, dass sich der Wind über den Tag hinweg aufbaut und am späten Nachmittag bis zum Untergehen der Sonne am stärksten ist. Mehr oder weniger periodisch scheint es hier auch ein paar Tage ohne Wind zu geben. In der Statistik sieht es so aus, als ob der Wind über einen Zeitraum von 2-3 Wochen von Tag zu Tag erst immer stärker wird,
sein Maximum erreicht und anschließend langsam wieder abklingt. Ob das wirklich so ist können wir natürlich erst am Ende des Urlaubs berichten. Nach unserer Ankunft am Montag (7. März) waren wir bei 5-6Bft das erste Mal auf dem Wasser. Am Dienstag waren am Abend 6-6,5Bft und am Mittwoch dann 5, später 4-5Bft. Für Donnerstag, Freitag und Samstag hat Windguru hier keinen Wind angesagt, angeblich geht es ab Sonntag wieder los.
Zumindest was den Donnerstag angeht hatte Windguru recht und wir durften mal erleben wie heiß es hier wirklich ist, wenn sich nicht eine Palme mehr bewegt. Da wir aber sowieso ein paar Tage für Besichtigungen eingeplant haben, konnten wir den Donnerstag gleich zum Erkunden der Umgebung nutzen, dazu an anderer Stele mehr.
Heute (Freitag) hat der Wind, nachdem er anfangs unentschlossen war, zumindest schon mal seine Richtung wieder gefunden. Im Moment weht es mit 7-11 Knoten und die Temperaturen hier sind so auch wieder erträglich. Wir hoffen, dass es vielleicht schon morgen, spätestens aber Sonntag kitetechnisch weiter geht und wir uns dann für die nächsten 2 Wochen ordentlich austoben können.
Über die letzten 3 Tage, die wir auf dem Wasser waren bleibt noch zu sagen, dass der Wind sehr konstant ist. Der shorebreak ist teilweise ganz ordentlich, des Weiteren bricht die Welle vor dem Strand mehrmals. Für Anfänger ist der Start deswegen nicht ganz so einfach aber machbar. Es gibt keine Riffe oder sonstige Hindernisse, also freie Fahrt für freie Kiter -))

cya Andre

Geändert von Kuddel (02.04.2005 um 14:15 Uhr).
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Alt 11.03.2005, 11:46   #9
Kuddel
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Standard kleine Korrektur

Ich habe gestern mit einem Einheimischen gesprochen und wenn ich sein etwas gebrochenes Englisch richtig gedeutet habe dann:

Sind die besten Monate hier von Anfang November bis Ende Februar.
Im März beginnt der Wind dann langsam zu schwächeln (wir sind also einen Monat zu spät), Ende März dreht er dann von Nordost auf Südost. Das passiert natürlich nicht innerhalb eines Tages sondern dauert etwas. Deswegen gibt es im März immer mal wieder Tage ohne Wind, im April sieht es dann noch schlechter aus.
Bis Oktober weht der Wind dann aus Südost, wenn auch nicht so stark. Danach dreht er dann wieder auf Nordost.
Der beste Monat ist seiner Meinung nach der Dezember. Der Januar ist auch sehr gut, die Winde sind aber zum Nachmittag / Abend oft so stark, das mehr Wind- als Kitesurfen angesagt ist.
Im Dezember ist hier angeblich alles voll, so dass man nicht so einfach eine Unterkunft findet wie wir. So richtig kann ich mir das aber nicht vorstellen, weil hier wirklich ein Resort neben dem nächsten steht. Wenn die wirklich alle zum größten Teil mit Surfern belegt sind kommt man hier trockenen Fußes übers Wasser. Andererseits wird der Local schon wissen wovon er spricht.
Eine schöne Windstatistik des wirklichen Windes (wird jeden Tag aktualisiert) findet ihr unter:

http://www.windsurf-vietnam.com/wind%20speed.htm


Viele Grüsse
Andre

Geändert von Kuddel (20.03.2005 um 14:29 Uhr).
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Alt 11.03.2005, 12:11   #10
Kuddel
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Standard Noch mehr Infos zu Wind und Strand

Da es hier seit 8 Tagen ordentlich weht möchte ich die bisherigen Infos noch mal ergänzen.
Besonders erwähnenswert ist vielleicht, dass der Wind nicht so konstant bläst wie anfangs eingeschätzt. Bis zum frühen Nachmittag sind die Bedingungen meist relativ gut. Danach kann der Wind jedoch recht böig werden (z .B. 13-27kn). Solange er wie in den letzten 2 Tagen nicht noch zusätzlich wild hin und her dreht kann man aber trotzdem gut kiten.
Am Abend, kurz bevor die Sonne untergeht, lohnt es sich dann meistens noch mal eine Nummer größer aufzubauen. Der Wind und die Böen lassen dann eigentlich nach und man kann noch mal 2 entspannte Stunden bei etwas weniger kabbeligen Wasser genießen.
Vor 2 Tagen hatte ich eine nette Unterhaltung mit dem Initiator der Kiteschule am Saigon Mui Ne. Der sagte mir, dass nachdem der Wind Ende April auf Südost gedreht hat immerhin noch mit 15-20kn zu rechnen ist, es weht dann konstanter und es gibt weitaus höhere Wellen. Dafür muss man dann vielleicht durchaus mal ein oder zwei Tage Regen in Kauf nehmen.
Zwischen 15 bis 20 Windtage pro Monat sind trotzdem möglich.
Der Strand ist wie bereits beschrieben an den meisten Stellen wo Hotels sind ordentlich und sauber. Wenn es mal ein bisschen mehr Wasser gibt wird aber durchaus eine beachtliche Menge an Muscheln angespült, größten Teils aber so fein zermalen, dass man sie auch ohne Schuhe überwinden kann. Bei „hohem Wasserstand“ kann der Strand manchmal schon ein bisschen klein werden… der Starthelfer muss dann eben ins Wasser -))

Andre

Geändert von Kuddel (20.03.2005 um 14:30 Uhr).
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Alt 12.03.2005, 07:29   #11
Kuddel
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Standard Mopedtour nach Phan Thiet

Die nächst größere Stadt in der Nähe von Mui Ne ist Phan Thiet in ungefähr 15km Entfernung. Da es so aussah, als würde der Wind für 3 Tage nachlassen, haben wir uns am Donnerstag (10. März) Motorräder ausgeliehen (ca. 5-6 Dollar/Tag), um die sich in der Nähe befindlichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
Die Motorräder hier haben fast alle Halbautomatik, also kein Kuppeln aber Schalten. Dummer Weise bin ich in meinem Leben noch nie Moped gefahren. Auf den ersten 5km war ich bei jedem Stopp zufrieden, wenn ich das Ding überhaupt zum stehen bekam (vom Schalten mal abgesehen).
Kurz vor Phan Thiet liegen die „Tower Temples“ sowie ein Denkmal aus Zeiten nach dem Vietnamkrieg.



Danach wollten Dirk und ein Kiter aus Singapur, den wir hier kennen gelernt haben, unbedingt weiter nach Pantieh. So richtig Lust hatte ich aufgrund meiner wenigen Minuten auf dem Moped zwar nicht, zum Umkehren war es aber auch noch zu früh, also ab ins Getümmel.


Richtig Verkehr war erst auf der Rückfahrt, davon gibt es auch eine nette Kamerafahrt

Tagsüber kann man den Verkehr in Phan Thiet durchaus als normal bezeichnen. Am Abend aber nimmt er fast die gleichen katastrophalen Ausmaße wie in Saigon an. Schon witzig wenn man an einer Ampel steht die nicht in Betrieb ist und jeder fährt wie er Lust hat. Wenn einem dann wie mir auch noch im dicksten Verkehr der Sprit aus geht wird es wirklich Lustig…-)) Benzin erhält man übrigens an fast jedem Straßenladen, abgefüllt in Flaschen direkt neben dem frischen Obst.
Die Tour durch Phan Thiet war auf jeden Fall ein Erlebnis, zum Entspannen haben wir uns ein nettes Kaffee mit Ausblick über die Stadt gesucht, danach ging es zurück nach Mui Ne.



aloha Andre

Geändert von Kuddel (20.03.2005 um 14:32 Uhr).
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Alt 20.03.2005, 14:33   #12
Kuddel
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Standard Ausflug zu den weißen Sunddünen, zum Wasserfall und zum Buddha

Unsere zweite Motorradtour führte uns in das ca. 7km entfernte Fischerdorf Mui Ne. Nördlich von Mui Ne ist der Strand noch nicht mit vielen kleinen Hotels zugebaut. Angeblich gibt es hier wenn richtig Wind ist auch eine ordentliche Welle.




Ein ganzes Stück weiter Nördlich liegen die weißen Sanddünen (gibt auf dem Wege auch rote, aber nicht so imposant). Davor ein kleiner See……. wirklich malerisch. Wer zu den Frühaufstehern gehört kann sich hier einen tollen Sonnenaufgang anschauen. Da ich den aber schon in der Sahara genießen durfte habe ich lieber ausgeschlafen -))



Unterwegs gab es wie immer eine Menge zu sehen. Überhaupt scheint das Motorrad hier die beste Möglichkeit zum Erkunden der Umgebung zu sein. Man kann natürlich alle Sehenswürdigkeiten auch im Rahmen einer geführten Tour, die man an jeder Ecke buchen kann, ergründen. Uns hat der individuelle Weg aber weitaus mehr Spaß gemacht.
Wie schon auf unserer ersten Tour ging natürlich mir wieder das Benzin aus. Da diesmal keine Tankstelle in der Nähe war hat sich Dirk als Tankwart betätigt……



Auf dem Rückweg haben wir noch den Canyon bestiegen. Nach einer kleinen Irrfahrt durch Mui Ne, nachts sehen da irgendwie alle Straßen gleich aus, haben wir dann zu unserem Hotel zurück gefunden.



Einige Tage später haben wir dann auch den Wasserfall gefunden, den wir auf der letzten Tour so verzweifelt gesucht haben. Dabei ist Wasserfalls wohl etwas übertrieben.



Der Weg dorthin ist wie man sehen kann aber sehr schön. Beim waten durchs Wasser kommt durchaus ein bisschen Junglefeeling auf…….



Unser letzter Ausflug führte uns am 24. März zum großen Buddha südlich von Phan Thiet
Wer Spaß hat kann den Berg zu Fuß bezwingen. Uns war es einfach zu warm, also haben wir die vorhandene Seilbahn benutz (kostet für hoch und runter ca. 2,50 Euro).





Der Buddha ist übrigens noch ein ganzes Stück weiter entfernt als die weißen Sanddünen. Außerdem ist der Verkehr in diese Richtung weitaus stärker, Motorradfahrer werden von den größeren Verkehrsteilnehmern gerne ignoriert. Während der 45km kommt es gelegentlich vor, dass einem auf der eigenen Spur mal ein Bus oder LKW entgegenkommt. Der Seitenstreifen ist zum Ausweichen zwar groß genug, aber man sollte wirklich vorausschauend fahren……. nichts für Angsthasen -))
Nach 100km auf den klappernden Feuerstühlen hatten wir dann auch alle genug. Begleitet haben uns diesmal zwei Kitesurfer aus Frankreich, die vor 2 Tagen hier angekommen sind.
Ein weiterer, bei uns zu Hause nicht ganz alltäglicher Verkehrsteilnehmer, sind hier Kühe, die mal in der Herde aber auch immer wieder scheinbar herrenlos über die Straße rennen.
Außerdem ist es wie in vielen anderen Ländern, die in den letzten Jahren mit westlichen Konsumprodukten überschwemmt wurden so, dass die Leute noch nicht so recht wissen, was sie mit dem Müll anfangen sollen. Leider glauben hier wohl viele noch, dass der Abfall genauso verrottet wie Bananenschalen oder Kokosnüsse.



cya Andre

Geändert von Kuddel (25.03.2005 um 14:11 Uhr).
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Alt 20.03.2005, 14:37   #13
Kuddel
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Standard Ausflug ins Mekongdelta und zu den Cu Chi Tunneln

Da nach etlichen Tagen mit sehr guten Windbedingungen für 3 Tage kein Wind angesagt war, haben wir uns noch einmal auf den Weg nach Saigon gemacht. Diesmal sind wir in einem Hotel nicht weit entfernt vom Sinh Cafe untergekommen. Wer eine sehr gute und trotzdem billige Unterkunft sucht, sollte es hier probieren. Unser Doppelzimmer hat mit Klimaanlage und Sat-TV 5 Dollar pro Person gekostet…
Nach unserer Ankunft morgens um 6 Uhr haben wir zunächst eine Mekongdelta Tour bei Delta Adventure gebucht. Es gibt um das Sinh Cafe herum hunderte von kleinen Reiseunternehmen bei denen man auch den Bus nach Mui Ne oder andere Touren buchen kann. Wir waren mit dem Tagesausflug von Delta Adventure sehr zufrieden, schon deswegen, weil wir keine Minute im Bus gesessen haben sondern bereits den Weg von Saigon ins Mekongdelta mit einem Schnellboot zurückgelegt haben. Ansonsten kann man die Erlebnisse im Delta schlecht beschreiben……. man muss es einfach gesehen haben……..




Nach einer kleinen Tour durch Saigon am Abend und einer relativ kurzen Nacht ging es dann am Tag darauf gleich zur nächsten Attraktion, den Cu Chi Tunneln. Danach haben wir in Saigon das Kriegsmuseum besucht. Um unsere Eindrücke dieses Tages in Worte zu fassen würde es sicherlich mehrer Seiten bedürfen, weswegen ich es gar nicht erst versuche. Unser Ausflug wurde von einem Veteran aus dem Vietnamkrieg geleitet, der natürlich alles genauestens zu erklären wusste. In Kombination mit den Bildern aus den Kriegsmuseum ein sehr ergreifendes Erlebnis. Es besteht übrigens auch die Möglichkeit einen der Tunnel zu begehen……. Er wurde für Besichtigungen 20cm vergrößert, trotzdem müssen die meisten Mitteleuropäer nach der Hälfte aufgeben und einen der Seitenausgänge benutzen. Kaum vorstellbar, wie die Leute in diesem Wirrwarr aus Gängen, dass insgesamt über 200km lang ist, gelebt haben.



Geändert von Kuddel (03.04.2005 um 16:43 Uhr).
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Alt 03.04.2005, 16:42   #14
Kuddel
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Standard Ein paar Bilder

Hier gibt es demnächst dann mal ein paar mehr Bilder vom Kiten zu sehen……. Leider hatte bis jetzt noch keiner so richtig Lust am Strand zu bleiben und den Fotoapparat in die Hand zu nehmen.


Andre beim frontloop (bisher einziges Kitebild), in der Dämmerung -))


Entspannen ist natürlich das Wichtigste…….-))

Andre
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Alt 03.04.2005, 16:58   #15
Kuddel
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Standard Bilder

So richtig Zeit zum Fotografieren hat sich immer noch keiner genommen..... Hier zumindest mal ein paar Bilder vom heutigen Tag










Dirk mit neuem Board


und dem gerade gekauften 12er Naish Raven




Geändert von Kuddel (03.04.2005 um 19:03 Uhr).
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Alt 03.04.2005, 21:09   #16
marcello
Leck mich fett
 
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Standard

Hallo Kuddel,

sach ma, ein französischer Freund von mir ist gerade mit seinem Kumpel in Vietnam.
In seiner letzten email hat er mir geschrieben, er hat zwei Berliner kennengelernt.

Sein Name ist Vincent.

Nur interessehalber - seid ihr das??

Gruß
Martin
marcello ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2005, 12:21   #17
Kuddel
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Standard

Hi,

ja, das waren wir. Leider sind die beiden schon abgereist, hatten viel Spass....
Du musst dann ja wohl der Taucher sein, von dem er erzaehlt hat?

cia Andre

(der gerade seine Kites eingepackt hat und so gut wie auf dem Heimweg ist.... schnief)
Kuddel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2005, 22:43   #18
marcello
Leck mich fett
 
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Ort: Nürnberg
Beiträge: 598
Standard

Ein Hi zurück,

ja genau, die Welt ist verdammt klein. Tut mir leid das euer Trip vorbei ist - aber der nächste kommt bestimmt.

Wir wollen Vincent im Sommer in Frankreich besuchen - wie wärs?

Schreib ihn später mal ne Mail.

Greets

Martin
marcello ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2005, 23:39   #19
walderama
protect your neck
 
Dabei seit: 07/2004
Beiträge: 71
walderama eine Nachricht über ICQ schicken
Standard www.mind-flow.de

Hallo Kuddel,

finde es schon ziemlich geil wie klein die Welt ist.
Martin hat mir von seinem Posting Erlebnis erzählt und da habe ich mir gedacht ich poste dir (euch) auch was. Finde es sehr geil, daß ihr den Vincent getroffen habt. Wir sind auch alle bei SKYPE registriert, weiß aber nicht ob es dir was sagt (IP-Telefonie). Schaut doch mal auf unserer Homepage www.mind-flow.de vorbei, wirst sicherlich auch Vince finden.

Einstweilen Greetz and Hang Loose
walderama ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2005, 00:10   #20
marcello
Leck mich fett
 
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Beiträge: 598
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Hey Walderama, Hey Kuddel,

Vince ist gut angekommen und erwartet uns im Juni. Packt die Baguettes schon mal zusammen.

Und Kuddel: guckst du mind-flow.de.

Seid ihr schon wieder da?
marcello ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2005, 15:16   #21
Kuddel
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Beiträge: 292
Standard Auf Irrwegen nach Hause

Wir haben es geschafft und sind gut zu Hause angekommen. Leider mit kleinen Problemen, selbstverschuldet natürlich.
Da ich es immer noch nicht fassen kann was für einen Bockmist wir da verzapft haben muss ich mich noch mal selber geißeln und es euch allen erzählen (eine schlimmere Strafe gibt es wohl nicht -))
Bis jetzt habe ich immer gedacht, dass kann mir doch nicht passieren, überhaupt denkt man ja, dass man solche Fehler nicht macht, bis......

man am Montagabend die Hotelrechnung bezahlt und auf dem Zettel feststellt, dass die einem doch einen Tag zu viel berechnet haben.
Irgendwann, so ziemlich zu Beginn des Urlaubs, hat mal jemand behauptet, dass wir am 4. April, einem Dienstag, zurück fliegen.
Nach 5 minütiger Diskussion wollte man mir im Hotel dann erklären, dass ich, da wir früh morgens abreisen wollten, den nächsten Tag noch mitzählen müsse. Klar meinte ich, habe ich ja auch gemacht, morgen ist der 4. April. Da hat die mich erstmal komisch angeschaut und mir dann einen Kalender vor die Nase gehalten............ ach du große Schei......
Während wir mit einem fetten Grinsen im Gesicht voller Zufriedenheit von unserer letzten Kitesession kamen hatte unser Flieger in Saigon wohl gerade seine Starterlaubnis erhalten.
Wir haben es erstmal mit Humor genommen, wohl wissend, dass die Rückreise ziemlich schwierig und teuer werden könnte. Am Dienstag um 1:30 Uhr morgens ging dann unserer Bus nach Saigon. Leider wollte der Busfahrer unsere gut 100kg Kitegepäck nicht mitnehmen und so begannen die Probleme früher als gedacht. Nach ewigen Diskussionen und Dank der Mithilfe einer vietnamesischen Angestellten im Resort hat man uns dann doch mitgenommen (zwischenzeitlich wollte der Fahrer wirklich ohne uns los).
Nach 4 Stunden Fahrt sind wir gegen 6 Uhr in Saigon angekommen. Schnell ein Hotelzimmer besorgt, denn wir wussten ja nicht wie lange wir noch bleiben würden / müssten. Danach ging’s weiter zu verschiedenen Reisebüros um einen Rückflug zu organisieren. Inzwischen hatte ich auch festgestellt, dass unser Visum genau an diesem Tag auslief. Also sicherheitshalber mal nachgefragt. Die Antwort war, ohne gültiges Visum keine Ausreise. Verlängern kann man das wohl beim Amt für Ein- und Ausreise, zumindest sagte meine Adressenliste das.
So gegen 9 Uhr hatten wir dann einen bezahlbaren Rückflug gefunden. Der sollte ca. 550Euro kosten (Thai Air). Ein Flug mit Singapur Airlines war noch mal 70 Dollar teurer, ging aber nur bis Frankfurt. Also haben wir uns für den ersten entschieden. Großer Nachteil, nur 20kg Gepäck sind erlaubt. Auf unsere Anfrage ob man da vorher was regeln könnte wurde uns gesagt, das müssen wir am Flughafen klären. So richtige Alternativen gab es ja leider nicht........ Den Flug mussten wir dann natürlich cash bezahlen. Ist mir sowieso ein Rätsel, wie der uns am gleichen Tag noch in die Maschine nach Bangkok gekriegt hat, die war nämlich bis auf den letzten Platz ausgebucht. Als nächstes wollte man uns dann veranlassen die Flüge im Voraus zu bezahlen. Das war uns aber zu unsicher bei diesen Beträgen. Da aber wohl auch der Verkäufer die Flüge gleich bar bezahlen musste (wer weiß auf was für Schwarzmarktwegen -)) und er meinte, er wüsste nicht ob wir zurückkommen, haben wir einen geringen Teil angezahlt.
Um 3 Uhr waren unsere Tickets da........ nicht zu übersehen war der Hinweis, nur 20kg Gepäck.
Um kurz vor 6 Uhr waren wir dann mit sehr unwohlem Gefühl am Flughafen. Dirk hatte sein Bag kaum auf die Waage gestellt, die schüttelte die gute Frau schon den Kopf. Inzwischen war, da Dirk in Vietnam einen neuen Kite und ein neues Board gekauft hat, das Bag auch noch ein Stück schwerer als auf der Hinreise. Man hatte uns eigentlich gesagt, dass mit ein bisschen Geld in solch einer Situation alles geht, war aber nicht so. Vielleicht waren die Bags auch einfach zu riesig, so dass sich keiner getraut hat die gegen einen kleinen Obolus ein zweites Mal zu wiegen und durchzulassen. Auf unsere Frage, was denn nun geschehe bekamen wir die Antwort, wir müssten was aus den Taschen entfernen. Ansonsten kostet jedes kg Übergepäck 25 Dollar. Dirk hatte gute 50 und ich um die 43kg....... macht also ca. 1300 Dollar. Alle Bemühungen da irgendwas dran zu rütteln brachten erstmal gar nichts. Also haben wir zwischen allen Leuten angefangen unsere Board Bags auszupacken und Sachen weg zu schmeißen. Irgendwie brachte das rein gewichtsmäßig nicht so richtig was. Also haben wir angefangen nach schweren Sachen zu Suchen und die ins Handgepäck zu packen. Ich habe mir nebenbei mal 2 Pullover und eine Jacke angezogen, bisschen Zeug in die Taschen gesteckt usw.. So richtig helfen wollte das alles nichts, außerdem hatte man uns mitgeteilt, dass unser Handgepäck inzwischen auch zu schwer sei. Zu dem Zeitpunkt hätte ich gerne mal meinen Puls gemessen, da steht man auf dem Flughafen mit Kitestuff im Wert von 5000€ und die sagen einen du musst die Hälfte hier lassen.
Irgendwann hatte man dann mit uns erbarmen und wir mussten nur 5kg, also jeder 125 Dollar (95 Euro) bezahlen. Nachdem das Handgepäck gewogen und für gut befunden wurde habe ich dann schnell noch ein paar Sachen die wir eigentlich wegschmeißen wollten hinein gestopft. Der Rucksack (Flysurferbag) dürfte wohl zum Schluss auch 20kg gehabt haben. Letzten Endes habe ich bloß meinen Verbandskasten, Verbandszubehör, mein Mückengitter und 2 Handtücher auf dem Flugplatz gelassen. Dirk hat es auch nicht viel schlimmer getroffen. Die Sachen die wir da gelassen haben haben auch nicht wirklich was gewogen, ging denen wohl mehr ums Prinzip.
Wir waren zumindest heil froh als wir in der Maschine saßen. In Frankfurt mussten wir dann zwar noch einmal warten, weil wir aufgrund von Verspätung unseren Anschlussflug nicht bekommen haben, aber dass konnte uns nun wirklich nicht mehr ärgern. Gegen 11 Uhr sind wir in Berlin aufgeschlagen, auch das Gepäck hat es bis hier her geschafft. Letzten Endes sind wir also noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Bis jetzt ist uns auch nicht klar was da schief gegangen ist und warum wir nun beide 3 Wochen in dem glauben gelebt haben, dass der 4 April ein Dienstag und nicht ein Montag ist. Dummer Weise trage ich keine Uhr und das Handy war auch den ganzen Urlaub aus. Ist natürlich keine Entschuldigung......... irgendwie muss ich gerade über mich selbst lachen.

Trotz dieser doch sehr stressigen Situation am Ende sind wir beide der Meinung, dass es ein sehr gelungener, unvergesslicher Urlaub war. Eigentlich sind wir sogar so begeistert, dass für uns schon fast fest steht, dass es in naher Zukunft wieder nach Vietnam geht. Wir hoffen euch hat unser Livebericht gefallen und ihr musstet am Ende nicht zu doll über uns lachen.

Andre

PS: Habe mir während ich das hier schreibe beim Öffnen meines Boardbags in den Finger geschnitten, leider ist mein Desinfektionsmittel und Pflaster in Vietnam geblieben....... und ich muss schon wieder über mich selbst lachen....... ich glaube diese Aktion vergesse ich so schnell nicht -))
Kuddel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2005, 16:37   #22
Oberlausitzer
Benutzer
 
Dabei seit: 12/2002
Beiträge: 1.000
Daumen hoch

Hi kuddel,

geile Mugge, die Ihr da durchgemacht habt. Könnte mir auch passieren, im Kiteurlaub vergisst man alles um sich herum, wenn Wind ist....
Eurer Bericht aus Vietnam ist klasse, macht Lust auf mehr und ist bestimmt nicht nur für mich (der auch mal dahin möchte) interessant!
Danke nochmal,

Gruß, Oberlausitzer
Oberlausitzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2005, 15:09   #23
Wip
Andreas Jung
 
Dabei seit: 03/2002
Ort: Erfurt
Beiträge: 219
Lächeln

Hi Jungs ,

ich war letztes Jahr im März für ein paar Tage im Mui Ne und Saigon , schön noch mal die Bilder zu sehen , wir waren witzigerweise überall genau dort wo ihr wart.
Diese Jahr wird es wahrscheinlich nur Tarifa werden.

andreas
Wip ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2005, 09:20   #24
bastian
More-than-Boards.com
 
Dabei seit: 11/2002
Beiträge: 684
Standard

hallo,

na das sieht ja fast so aus wie meine berichte.... (bin selbst gerade in cabarete, aber hab einfach keine zeit wieder sowas zu machen)

und dann auch noch mit den fast selben fotos. wenn ihr die mal nicht geklaut habt

freut mich das es euch gefallen hat. hätte euch ja gern noch ein paar tips mit auf dem weg gegebne, aber sicherlich habt ihr alles auch so alleine gefunden. hoffe ihr habt neben dem jibe mal das steack probiert.... ich traum heute noch davon!
und seit ihr auch mal ein downwind-trip nach phan thiet gefahren? dort gibt es nämlich auf dem weg eine bucht mit super flachwasser! nur auf dem weg zurück muss man sich halt auf der brücke mal die nase zu halten - das ist echt ein fisch-"geruch"... aber das habt ihr ja sicherlich selbst bemerkt

grüße aus cabarete
bastian
bastian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2005, 10:06   #25
HeiterKiterMarcoPE
0851 98837805
 
Dabei seit: 09/2003
Ort: Passau
Beiträge: 10.135
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Standard

hi,

Sehr sehr guter Bericht muß ich schon sagen. Mann konnte sich so richtig in eure Situation hineinversetzen. Gut geschrieben

Der ganze Heckmeck mit den Boardbags hier darf man nicht mit und hier nicht und hier schon garnicht........wäre mir zuviel Streß. Ich bin immer froh wenn mein ZEug endlich am Spot ist.

Grüsse Marco
HeiterKiterMarcoPE ist offline   Mit Zitat antworten




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