oase.com - surfers world
      

Zurück   [oase.com-Forum] > Hauptbereich > Snowkiten / Landkiten
Registrieren Regeln Hilfe Benutzerliste Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren

Antwort    « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »  
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 12.01.2017, 22:53   #1
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard Gewidmet den Freuden des Munikitelns (Einrad mit Kite)

Hallo zukünftige Freunde des Munikitelns,
(= Mountain + UNIcycle + Kite + bajuwarischer Schnörkel )

um die Zeit zu überbrücken bis das Monofoilend endlich olympisch wird , versuche ich eine eventuell noch interessantere neue Sportart zu etablieren, anbei das vollständige Video:




Warum sollte man Munikiteln?

Das bringt einen erstmal zur Frage, warum man Einrad fahren sollte:

- Entschleunigung:
Warum bei 40 km/h die Landschaft verpassen, wenn man mit viel weniger ein viel größeres Fahrerlebnis und viel ungefährlichere Stürze erleben kann?
- Always and Everywhere:
Warum bei unkitebarem Wetter, für viel Geld die Liftschlangen auffüllen oder das teure Fully ins Auto quetschen, wenn man mit so viel weniger Spass und Sport verbinden kann.
- Warum komplizierter?
Seit ich Einrad fahre bin ich mir sicher: Die Fahrradhersteller haben sich Ende des 19 Jhds zusammengetan und vereinbart:
"Warum sollen wir uns mit dem Verkauf von jeweils einem Rad mit Sattel pro Person begnügen, wenn wir den Leuten auch einreden können, dass mindestens zwei Räder, Ketten, Federgabeln, (elektrische) Gangschaltung, Motore, Akkus und der ganze restliche überflüssige Klimbim unbedingt nötig sind."

Und das Munikiteln verfeinert die Stärken des Municycelns noch um unsere geliebte Sportart. Und das beste ist dabei (das hat auch mich überrascht):

Das Munikiteln ist deutlich EINFACHER als Einradfahren ohne "Luft-Stütze", natürlich vorausgesetzt man hat sich schon ein paar Wochen mit einem Einrad beschäftigt und kann Kiten.

Die Vorteile zusammengefasst:
- Kiten ab 2 knt "Wind" mit einem 6er Kite
- Kiten auf allen Oberflächen unabhängig von der Windrichtung
- Gleiches Vehikel fürs Fahren zum Spot und zum Kiten selbst
- unschlagbar günstig und platzsparend


Vielleicht hilft auch eine kurze Story, die Potentiale zu kommunizieren:

Es ist Samstag morgen und Zeit den Tag mit ein paar Freunden und etwas Sport zu verbringen. Die Windprognose ist im Keller, der See zu gefrohren, das Wetter regnerisch, die Schneedecke zu dünn, Berge zu weit, das Auto zu klein oder die Zeit zu kurz?
Alles kein Problem fürs Munikiteln:
Kleinen einfachen Kite wie den Flysurfer Peak auf den Rücken, Einrad zwischen die Beine und los durch den Stadtjungle raus in die Natur auf die nächste freie Fläche. Ist hier überhaupt kein Wind (weniger wie 2 knt, das ist fast unmöglich) auch kein Problem, dann wird anstatt gemunikitelt halt nur munifiziert.

Und wenn's an Wind hat, wie es dann weiter geht:

Sind 3 knt Wind, dann raus aus dem Rucksack mit der einfachen Tüte und auf den nächsten Feldweg geklatscht. Den Rucksack (wie beim Peak vorgesehen) als Trapez in den Chickenloop geknotet oder gleich komplett unhooked, das Stück Stoff hoch gezogen.
In dem Moment in dem der Kite die Powerzone durchquert, klemmt man sich das Einrad (bereit zum "Freemount") zwischen die Beine und nutzt den Zug und die Stützwirkung der Bar um downwind aufzusteigen.
(Ab dem ersten Versuch war meine Freemount-Quote mit Kite bei ca. 90% auch mit klobigen Softboots, ohne Kite leider noch deutlich darunter).

Sitzt man im Sattel mit dem Kite in der Hand gibt es keine Grenzen mehr,
außer vielleicht die Fahrgeschwindigkeit, die bisher nicht viel höher als 10 km/h liegt mit einem "Schlumpf" aber sicher noch verdoppelt werden kann. Steht der Kite an der richtigen Position, wird man gezogen wie mit jedem anderen Gefährt, auch wenn sich die Beine permanent mit bewegen, die Kraft kommt dann vom Kite, die Beine sind im Leerlauf und unterstützen nur das Gleichgewicht. Das Einrad hat einen Rollwiderstand kleiner als mancher Buggy, ein Gewicht kleiner als manches Mountainboard, womit auch dem Springen keine Grenzen gesetzt sind und das Beste ist:

Sollte man mal durch ein Windloch fahren und der Kite sich dem nächsten Baum nähern: Einfach den eigenen Beinapparat wieder dazwischen schalten und den Kite bei Bedarf auch 1 km direkt gegen den Wind ziehen, was deutlich entspannter ist als es sich anhört.

Ist der Wind wieder zurück, kann man die Höhe auch auf kleinstem Raum mit ein paar Halsen vernichten. Wichtig ist, dass man den Schirm dabei wie Race-Foiler oder Buggykiter sehr hoch über den Kopf zieht bevor man den Downloop einleitet um dem Kite immer ausreichend Anströmung zu bieten. Selbstredend, dass die Halsengeschwindigkeit beim Munikiteln sehr viel geringer ist, dafür aber auch die Radien. Der Freude an einer perfekten Halse tut das im Vergleich zu einer 5 mal so schnellen Race-Foil-Ausrüstung (mit dem gleichen Faktor beim Preis) keinerlei Abbruch.


Ach und leicht gebrauchte Einsteiger Einräder bekommt man für 50 € und weniger überall nachgeworfen. Und selbst wenn man dann schnell in die Preis-Oberklasse einsteigt kann man kaum mehr als 700 € für ein Muni mit Bremse bezahlen, teurer gehts dann nur noch mit "Schlumpf".


Happy Munikiteln


Eure Munijunkies und Kitejunkies

der neue Einrad-Shop
in München

für
https://www.krisholm.com/en/
https://www.qu-ax.de/


weiter nützliche Links
http://www.unicyclist.com/forums/


@zournyque:
Ich würde am Anfang erstmal ein gebrauchtes einfaches 20 Zoll nehmen. Und dann, wenn Du merkst, dass Du für in eine definierte Richtung willst etwas besseres oder auch Neues nehmen.
Ich habe mich für ein 24er KrisHolm

entschieden und bin damit recht glücklich, die außenliegende Bremse ist etwas speziell ihr Sattelkonzept und auch etwas Probleme beim Einrichten der Sattelstütze gehabt, aber alles überwunden und jetzt find ichs perfekt. 24 Zoll ist für mich auch der beste Kompromiss um möglichst vielseitig zu sein, einen Schlumpf werde ich sicher auch bei Zeiten mal testen.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	kitejunkie Unikiteln.jpg
Hits:	1423
Größe:	311,2 KB
ID:	50809  
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2017, 12:56   #2
zournyque
Benutzer
 
Dabei seit: 06/2010
Beiträge: 1.501
Blinzeln

Danke für den coolen Thread, ich liege schon auf der Lauer nach einem gebrauchten Einrad
zournyque ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2017, 17:42   #3
Chrisbitti
Benutzer
 
Dabei seit: 10/2011
Beiträge: 356
Standard

Man kann natürlich auch mit Kiteunterstützung mit dem blanken Arsch über einen Gurkenhobel fahren.
Das entschleunigt und befriedigt auch.

Welchen Koffer ist das wieder eingefallen ?
Und unbedingt Flickzeug auch gleich mit
bestellen. Sonst ist die "Session" im Arsch und wer will das schon?
Chrisbitti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2017, 19:25   #4
mangiari
es geht aufwärts!
 
Dabei seit: 03/2010
Ort: München
Beiträge: 9.336
Standard

Joa man könnte am Liegestuhl vorne nen Trapezhaken anschweißen, das nenne ich mal Entschleunigung. Am besten dann aber auch Erdanker dazu, dass es einem den Liegestuhl in Böen nicht weg reißt...
mangiari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2017, 19:35   #5
bonanza
Benutzer
 
Dabei seit: 01/2003
Ort: Ö
Beiträge: 695
Standard Freilauf!

Mit Freilauf wäre das sicher schneller - dann könnte man sich vom Drachen ja ziehen lassen!
bonanza ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2017, 20:39   #6
mangiari
es geht aufwärts!
 
Dabei seit: 03/2010
Ort: München
Beiträge: 9.336
Standard

Joa, balanciert sich auch voll geil so mit Freilauf...
mangiari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2017, 20:47   #7
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard

Zitat:
Zitat von bonanza Beitrag anzeigen
Mit Freilauf wäre das sicher schneller - dann könnte man sich vom Drachen ja ziehen lassen!
Jub Freilauf ist für sich, ne kapitale Idee fürs Einrad,

kannst Du das bitte zusammen mit Chrisbitti mal testen und ein Video davon machen? Danke


Ansonsten verlangt doch keiner, dass Ihr von Euren 12er Tubes und TwinTips herunter steigt, jedem den Spass, der ihn am weitesten bringt.


Ich hab wieder mal was neues, und auch wenn es keine Rakete ist, gibt es kaum einen Platz auf der Welt, den man nicht mit einem Einrad erreichen kann und vielleicht bringt einen die Kombination mit einem Kite noch ein Stück weiter, mal sehen...

https://www.youtube.com/watch?v=SbkL5fNgwpg

Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 09:27   #8
bonanza
Benutzer
 
Dabei seit: 01/2003
Ort: Ö
Beiträge: 695
Standard Gangschaltung!

Mit dem Freilauf könnte man dann endlich auch eine Gangschaltung einbauen. Dann wäre es richtig schnell!
...und später vielleicht auch einen kleinen e-Motor. Natürlich als Nabenmotor!
bonanza ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 13:48   #9
aurum
Windsurfer
 
Dabei seit: 07/2009
Beiträge: 1.593
Standard

und wie viele menschen auf der Welt könnten ein Einrad mit Freilauf fahren?
oder anders: gibts irgendjemanden, der so ein schnelles Einrad fahren könnte?
aurum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 17:30   #10
Famus
FamusFilms on vimeo
 
Dabei seit: 05/2012
Ort: Salzburg
Beiträge: 797
Standard

...hab mir schon gedacht wo eure Ski bzw. Snowboards sind, als ich euch in München getroffen hab. crazy shit
Famus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 00:23   #11
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard Wer hats erfunden?

@bonanza:
Diesmal waren die Schweizer tatsächlich schneller:
http://www.schlumpf.ch/hp/uni/uni_dt_muni.htm

= die eine und einzige Einrad Gangschaltung: 1500 € für zwei anstatt einem Gang, das muss man sich überlegen, kann es aber wert sein, bin schon am sparen .

Die Freilauf Experimente bitte an mich schicken, ich leite sie dann ans Einrad Forum weiter (Bitte Helm und Rückenprotektor benutzen )

Aber nochmal:
Das sich die Beine bewegen, bedeutet nicht, dass Kraft aufgewendet wird. Der Zug kommt vom Kite, die Beine sind im Leerlauf wie beim Bergab fahren mit Bremse, ein Freilauf ist nicht nötig und möglich.


Ein 24 Zoll (wie meins) mit Schlumpf oder ein 36er kann man übrigens durchaus bis 30 km/h hoch fahren, bei mehr möchte man auch sicher nicht mehr absteigen.

Ich war noch nie über 15 km/h nutze die Kurbeln aber auch in der langen Einstellung. Immerhin heute eine gute halb Marathon Distanz (ohne Kite) gemacht. Der Griff auf Schnee und Eis ist kaum zu glauben. Zu Fuß oder mit Bicycle hätte ich mich auf der Strecke wahrscheinlich ein paar mal hingelegt, mit dem Muni bin ich nicht mal ins Rutschen gekommen, was man wenn aber auch abfangen kann.


@Famus:
Die anderen fahren jetzt auch Ski und wenn der Schnee richtig hoch wird, werde ich auch nochmal aufs Brett steigen, ansonsten überquere ich die gefrorenen Maulwurfshügel lieber mit dem Muni. Bis bald mal wieder

Gruß
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 11:23   #12
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard @bonanza: Sorry I was wrong

Bin heute über folgenden Beitrag gestolpert:

"Freewheeling" selbst ohne, aber vor allem mit Bremse scheint doch recht "alltags tauglich" zu sein, allerdings wohl nur für sehr geübte Fahrer und da bin ich noch sehr weit von weg.

http://www.unicyclist.com/forums/sho...113744&page=11

Werde mir das aber sicher mal ansehen, wenn ich besser werde. Bremse habe ich schon und Füße kann man auch hoch auf die Gabel stellen ohne gleich ne Freilaufnabe verbauen zu müssen.

Dann aber sicher mit Rückenprotektor und Helm
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2017, 10:54   #13
surfred007
Benutzer
 
Dabei seit: 11/2005
Beiträge: 559
Standard

Mag sein, dass das "Ein-Radeln" mit Kite für die meisten uninteressant scheint. Das ganze allerdings mit "Stützrad" (und Freilauf) zu kombinieren um so zu einer Art "All-Terrain-Gaus Wheel" zu kommen, wäre als Alternative zum Mountainboard eine Überlegung wert Eine "Leichtwindwaffe", mit der man in Windlöchern "antauchen" kann.......
surfred007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2017, 21:29   #14
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard

Zitat:
Zitat von surfred007 Beitrag anzeigen
..., wäre als Alternative zum Mountainboard eine Überlegung wert Eine "Leichtwindwaffe", mit der man in Windlöchern "antauchen" kann.......
Now we are talking

Wobei ich das Stützrad, wenn ggf, eher hinten hin machen würde. Grassboards mit ähnlicher Konstruktion wie dem Gaus Wheel gab es schon vor 20 Jahren und meine Erinnerungen daran waren nicht so positiv, da das Vorderrad an Unebenheiten leichter verspringt. Mehr Stil als diese leuchtenden Plastikdinger hätte ohnehin so etwas: https://www.qu-ax.de/produkt/qu-ax-g...ke-36-schwarz/

... speziell wenn man damit springt.



Ich hab am Wochenende auch mal nachgesehen, wie weit ich das KH 24 mit meinem Kenntnisstand ohne Kite bringe und es waren immerhin 16 km/h wobei mit Kite ggf. noch etwas mehr geht. Viel schneller sind die meisten mit ihren Mountainboards auf einem Rübenacker auch nicht. Und bei Unebenheiten reist man mit 1x 24 Zoll deutlich komfortabler als mit 4x 8 Zoll
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Einrad-KH24-kurz-gest-Kurbel.jpg
Hits:	20
Größe:	81,9 KB
ID:	50826  
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2017, 14:06   #15
surfred007
Benutzer
 
Dabei seit: 11/2005
Beiträge: 559
Standard

Hab jetzt nachgeschaut, gebrauchte, günstige Einräder gibt es ja wie Sand am Meer, wenn ich im Frühjahr Zeit finde, bastle ich da vielleicht wirklich was (sofern ich mein Board fürs Windfoil fertig habe ). Mit einem Stützrad hinten mit Nachlauflenkung müßte das ganze eigentlich mit Gewichtsverlagerung steuerbar sein (allerdings "seitenverkehrt"), oder? - der Freilauf ist dann ein Kinderspiel....
surfred007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2017, 20:38   #16
Aeroandi
Flysurfer Teamrider
 
Dabei seit: 07/2003
Ort: Landsberg
Beiträge: 597
Standard

Servus Bernhard!

Sehr exotisch was du das treibst!

Was m.M.n. ohne Witz ein riesen Potential hat ist Fahrrad-Kiten!
Also mit einem normalen Fahrrrad meine ich.
Habe ich letztes Jahr das erste mal probiert und war total überrascht wie gut das geht!
  • Super wenig Reibung, ein kleiner Kite genügt.
  • Große Räder rollen auf Wiese viel viel besser als kleine ATB-Board Räder
  • Es gehen coole Manöver ähnlich wie beim Foilen z.B. durchge"rollte" Tacks gegen den WInd, 360° er und sicher noch viele mehr!
  • Kann richtig richtig schnell werden!! Kite mit viel Depower bevorzugt.

Ausprobieren!

Grüße,
Andi
Aeroandi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2017, 11:48   #17
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard

@surfred007:
Ja, beim Einstieg gibt es kosten-technisch keine große Hürde. Leicht gebrauchte 20 Zoll Einsteiger-Räder bekommst Du überall für ca. 50 €. Offenbar weil die viel bei Projektwochen in Schulen eingesetzt werden.

@Aeroandi:

Wahrscheinlich nicht viel exotischer als Dein frühes Gehampel mit Selbstbau-Kites zu seiner Zeit . Die verwunderten Blicke und Sprüche muss man halt aushalten. Eine Dame, an die ich ggf. zu nah herangefahren bin, da sie auch keinen cm Platz auf einem schmalen Weg machen wollte, meinte etwas ungehalten:
"Also das ist ja sicher nicht im Sinne des Erfinders"
Leider hat mir die Spontanität gefehlt zu entgegnen:
"Doch, so weit ich die kenne, wären die wahrscheinlich begeistert."

Das mit dem Fahrrad glaube ich gern.
Ich war gestern auch das erste mal auf einer nicht verschneiten Wiese zum Muni-Kiten und war auch recht begeistert von Grip, Laufruhe und Leichtgängigkeit. Keine Ahnung warum wir uns früher die kleinen Räder von ähnlich schweren Mountainboards angetan haben . Da ich aber noch keine Langstreckentouren und Geschwindigkeitsrekorde plane, sondern mittelfristig eher zum Springen anfangen will, bleibe ich sicher erstmal bei einem Rad. Abgänge bei 15 km/h mit einem Rad sind sicher auch entspannter als mit zwei bei 25 km/h. Und Munifizieren ist auch die Freude an der Kompakt- und Einfachheit.

Noch eine Erfahrung zu sinnvollen Kites von Gestern:

Auf jeden Fall Bar wegen Einhandbedienung bevorzugen. Hatte gestern eine 1997er 7,5m² Mosquito1 und das größte Problem war nicht die Querkraft, impulsive Leistung oder Klapprigkeit, sondern die starke Torsion im Oberkörper, um die flache Kappe mit Handles (ohne Trapez) hoch zu lenken, denn die Hüfte muss immer gerade bleiben um das Rad auszurichten. Fehlende Depower trotz böigem Wind war dagegen kein Problem.
Solange man nicht springen will würde ich Kites wie einen Peak nehmen, die früh und entspannt fliegen und mit kleinen Kräften aus einer Hand drehen. Gestern auch noch den 9er Peak2 kurz probiert und damit sehr glücklich gewesen.
Mittelfristig werde ich jetzt wo ich gesehen habe wie gut es auch auf ebener Wiese geht, wohl doch meine Sonics nehmen, um auch springen zu können.

Ausprobieren
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Muni-Kiten-Mosquito1.jpg
Hits:	39
Größe:	331,6 KB
ID:	50890  
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2017, 11:58   #18
btheb
Benutzer
 
Dabei seit: 05/2012
Beiträge: 983
Standard

Diese wahren Worte aus einem anderen Thread sind auch hier angebracht.
Zitat:
Zitat von
Oh yes, make kite surfing great again,
amazing idea, just fantastic, great board, great numbers,
you can show everybody, so practical, can't believe it,
but it's true, have to buy it, .... kiteboarding first.
btheb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2017, 15:27   #19
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard

Da der Beitrag anscheinend bei btheb und ggf. auch anderen auf Interesse gestoßen ist, hier ein kleines Update

Die Muni(c)kiter Population hat sich letzten Samstag verdoppelt.

Benny hatte mit seinem Basketball Einrad auch viel Spaß, nur ob sie ihn mit den jetzt braunen Reifen nochmal in die Halle lassen ist die Frage.



Übrigens habe ich mal vor einiger Zeit einem bekannten Kite Kollegen, der viel Mountainbike Erfahrung hat mein Muni gegeben. Und nach dem 3ten Start ist er einfach gefahren, über Wiese, Berg rauf, Kurven ...
... zu schwer zu lernen ist also für Mountainbiker offenbar keine gültige Ausrede.

Selbst habe ich auch ein bisschen mit Trapezen und Klettergurten und unterschiedlichen Kites herum experimentiert. Springen war bisher aber noch wenig erfolgreich, ggf. aber auch noch keine guten Bedingungen gehabt. Allerdings ist die niedrige Anfahrgeschwindigkeit von 10-15 km/h mit dem aktuellen Setup ganz klar ein Hindernis für einen guten Sprung.

Ist aber auch am Boden lustig.
Hier noch ein anderes älteres Video und noch ein Vorteil: Kamera muss man nicht selber mitnehmen im Zweifel findet sich jemand der von sich aus spontan anfängt zu filmen wie hier Klaus von http://rockthecam.de/bernd-2017-01-15/, danke nochmal an der Stelle.

https://www.youtube.com/watch?v=qmcLNpDi90U

Über die Kiter im Hintergrund des Videos kann ich nix sagen, aber wahrscheinlich haben die grad zufällig alle in dem Moment gleichzeitig Pause gemacht. Gefrorene Maulwurfshügel zam fahren ist auch anstrengend.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	DSC_3534-kl.JPG
Hits:	405
Größe:	345,0 KB
ID:	51108  Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	DSC_3529-cut.JPG
Hits:	54
Größe:	308,8 KB
ID:	51109  
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.03.2017, 08:55   #20
sodamixer
Benutzer
 
Dabei seit: 01/2014
Beiträge: 204
Standard

naja habs oben gelesen meine Frage wurde eigentlich schon beantwortet
wie verhält sich das mit dem ständigen mitgezappele mit den Beinen? Oder werden die quasi von ein alleine rauf geschoben und das genze hat etwas vom Physiotherapeut der das entspannte bein bewegt ? Also für mich ist ja die entspannte und reduzierteste kite Form immernoch Longboard mit Handlekite. Kein Trapez die kleine Matte wiegt auch fast nichts und das Longboard wohl auch nicht mehr als ein Einrad. Gut man braucht halt Asphalt ....

Geändert von sodamixer (20.03.2017 um 09:17 Uhr).
sodamixer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2017, 14:56   #21
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard

Je nach Gelände, Geschwindigkeit und Kite werden die Beine nahezu kraftlos mit bewegt während man entspannt sitzt, ähnlich wie beim angebremsten bergab fahren mit dem Muni. In diesem Fall eher entspannter als Longboard.

Wenn man mit kleinem Kite in starkem böigem Wind über einen Rübenacker heizt (15 km/h ) dann kommt schon allein durch die Unwucht der Beine sehr viel Unruhe ins System, was dann auch mehr Kraft kostet es kontrolliert zu halten.

Bin vor kurzem auch mal kurz einen 15er an kurzen 12 m Leinen gefahren was auch bei knapp 15 km/h noch recht entspannt war. Bei allem darüber was dann fürs Springen wichtig wäre, braucht man dann aber wohl entweder ein größeres Rad oder ein Getriebe, was ich mir so bald aber wohl nicht leisten werde.
Und Fokus liegt jetzt ohnehin wieder auf dem Wasser, mal sehen was der nächste Winter bringt.

Das Einrad wird mein Auto aber auch im Sommer nicht mehr verlassen. Ist einfach zu praktisch, um vom Auto mit Spaß zum Spot zu kommen oder bei Flaute unerschlossene Uferzonen zu erkunden, oder kurz Einkaufen zu fahren.
Auch wenn das Skateboard bei perfektem Untergrund und ebenen Wegen minimal schneller ist. Scheitert es sehr häufig am Untergrund, an Steigungen und auch an schweren Daybags, die man beim Skateboard bei jedem Anschieber immer mit hoch und runter bewegt.

Das Einrad ist damit hier der perfekte Kompromiss zwischen der Kompakt- und Einfachheit eines Skateboards und den besseren all-round Fähigkeiten eines dafür sperrigeren Fahrrads.
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2017, 15:01   #22
surfred007
Benutzer
 
Dabei seit: 11/2005
Beiträge: 559
Standard

Zitat:
Zitat von Horst Sergio Beitrag anzeigen
...... unerschlossene Uferzonen....
Was ist das ?
surfred007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2017, 15:27   #23
Horst Sergio
Mattenfundamentalist
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: im Schoße des bayerischen Seenlandes
Beiträge: 1.871
Standard

Wie es da steht:

Uferzonen:
die ggf. mal als Kitespot in Frage kommen, die

unerschlossen sind:
zu denen also keine asphaltierten Zufahrten existieren, sondern die nur über Trampelpfade erreichbar sind. Hier ist ein Muni perfekt, da man ohnehin nicht viel mehr als ca. 10 km/h fahren will um nichts zu verpassen und manchmal auch Kletterpartien nötig sind wo auch ein schweres sperriges Fahrrad ein Problem sein kann ...

ein paar konkrete Beispiele:
- vor ca. 2 Wochen Uferweg am Ammersee südlich von Breitbrunn durch den Wald mit großen Wurzeln über den Weg
- letztens Uferweg am Achensee mit zum Teil Kies und Steigungen

Hätte bei beiden nicht gegen ein anderes Gefährt tauschen wollen.
Horst Sergio ist offline   Mit Zitat antworten




Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Core Riot Testbericht niko Kites 85 16.09.2008 21:34
Sonic-Fetischist testet 12er Griffin - Normal ist DER nicht!! bernd_g Kites 39 20.06.2007 12:44
Guerilla ARC Test 2 Sascha Jung Kitesurfen 30 10.06.2003 22:57


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 02:33 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 4.2.3
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.