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Alt 25.09.2019, 09:23   #1
miker
Benutzer
 
Dabei seit: 07/2005
Ort: Schluchtenscheißercountry
Beiträge: 710
Daumen hoch Firewire Vader Helium Kite Erfahrungsbericht

Nachdem ich xx Jahre immer mit einem Twintip gefahren bin und ich letztens in Prasonisi gesehen habe,
wie smooth & stylisch die Könner auf ihren strapless waveboards unterwegs waren, habe ich mir gedacht, es wird höchste Zeit, das ganze selbst einmal auszuprobieren.
Am liebsten mache ich ausgedehnte downwinder in Brasilien und nachdem ich schon immer ein Freund von Wellen war, dachte ich mir, das könnte schon passen.
Da ich keine Ahnung hatte, wie schwierig es ist ein (Wave-) board ohne Straps zu fahren war ich mir nicht sicher.
Soll ich mir einfach ein Brett ausleihen und mein Glück probieren oder gleich eines kaufen und hoffen, dass ich damit zurechtkomme?
In Brasilien bleibe ich nie den ganzen Urlaub an einem Ort, sondern suche immer mehrere Spots auf. Folglich wusste ich auch nicht, welches Brett ich zum Testen bekomme würde.
Vielleicht würde ich ja Pech haben und es wären nur unpassende Bretter (Länge, Volumen, Finnen, ...) dabei gewesen. Solche mit denen der Einstieg unnötig schwer und damit frustrierend gewesen wären.
Besser doch ein top Brett kaufen und hoffen, dass man damit schon klar kommt - nach dem Motto wo ein Wille da ein Weg.
Nun stand ich vor der Qual der Wahl - welches Brett ist das richtige für mich? Web und Oase stundenlang durchforstet und schließlich 3 Verdächtige ausgemacht:
  • Slingshot Celeritas 5.8 aus 2017 (gebraucht)
  • F-One Mitu (neu)
  • Firewire Vader oder Evo (neu)
Das Celeritas ist allgemein als sehr gutes Beginner-Waveboard bekannt und wäre die günstigste Variante geworden.
Allerdings ist das Brett etwas schwerer und ich konnte zeitnah kein gebrauchtes 5.8 aus dem Jahr 2017 ergattern.

Das F-One Mitu in Carbon gilt als ein sehr guter Allrounder und ich oute mich mal als F-One Fanboy.
Damit wäre der Einstieg dann sehr teuer geworden und ich wollte keinesfalls auf meine tägliche 3-gängige Caipi-Ration im Urlaub verzichten

Zu guter Letzt das Firewire Vader bzw. das Evo. Sie wurden überall in höchsten Tönen gelobt und ich fand keine negative Stimme.
Die Geschichten mit Dellen im Deck stammen alle noch aus Zeiten als Kiter mit der Surf-Variante des Boards unterwegs waren.

Nach über einer Woche Recherche fiel meine Wahl letzten Endes auf ein Firewire. Nur war ich mir noch nicht sicher, ob es ein Vader oder ein Evo werden soll.
So schrieb ich eine Handvoll in Frage kommenden Händler an,
welches der zwei Boards besser für meine Zwecke geeignet ist und um einen finalen Preis für das Brett samt Pads, Finnen und Versand zu erfragen.
Zwei von fünf hielten es nicht für notwendig auf meine Anfrage zu antworten
Bei zwei weiteren war die Antwort mehr als knapp und aussagelos.
Nur United Ocean Sports bzw. UOS antwortete ausführlich auf die E-Mail und in späterer Folge auf weitere Fragen meinerseits via E-Mail als auch am Telefon.

Deren Website hat zwar keine Shopfunktion, man findet dort jedoch zahlreiche Testberichte. Aber wie wir alle wissen sind Testberichte von Händlern eben Testberichte von Händlern.
Schlussendlich ist es nach einer ausführlichen Beratung ein Vader in 5.3 geworden.
Meiner Bitte die zwei Slater Pads aufzukleben wurde anstandslos nachgekommen - und das kostenlos! Vielen Dank noch einmal dafür an dieser Stelle.
Bei den Finnen gab man sich keine Blöße und es wurde anständiges Material geliefert.
Das Thruster-Setup (also 3 Stück) bestand aus F6 Alpha Finnen von Future in der Carbon Honeycomb Bauweise. Die Crème de la Crème sozusagen.







Jetzt aber genug des Lobes, kommen wir zur Praxis:
Wie gesagt, ich hatte zuvor nie ein Waveboard unter den Füssen. Aber als einer der noch wenigen verbleibenden Alpin-Snowboarder und mit meiner jahrelanger Twintiperfahrung
- wie schlimm oder schwierig kann es da schon werden?
Wir sind am Strand von Guajiru ein paar km upwind rauf gefahren bis ich eine gute Stelle für meine ersten Startversuche entdeckt habe.
Eine Mini-Lagune, welche beim aktuellen Tidenstand tief genug war und zumindest ein paar Meter flaches Wasser bot,
bevor es über das Weißwasser und den Wellen ins Meer ging.

Mein erster Versuch musste natürlich gefilmt werden

Brett ausgerichtet, aus dem nicht ganz knietiefen Wasser aufs Board gehüpft und einfach losgefahren. Hat gleich beim ersten Versuch geklappt und ich bin schadlos gut 150 Meter in das offene Meer gefahren.
Nach der erfolgreichen Halse war dann der Fußwechsel die nächste Hürde. Das hat jedoch bei dem moderaten Wellengang erwartungsgemäß nicht hingehauen.
Switch reinfahren - in meinem Fall mit dem "stärkeren" Fuß voraus war da schon einfacher.
Den nicht ganz so einfachen Fußwechsel konnte ich einen Tag später in einem Süßwassersee ausgiebig und bei besten Bedienungen stundenlang trainieren. Das funktionierte dort ohne Wellen wesentlich besser.
Am nächsten Spot konnte ich endlich kilometerlange downwinder machen. Das hat mir mit dem bidirektionalen Kiteboard auch schon immer sehr gut gefallen, jedoch mit dem Waveboard war das noch eine Nummer besser.

Zum Brett:
Noch fehlt mir der Vergleich mit anderen Brettern, aber folgende Eigenschaften sind mir beim Vader besonders positiv aufgefallen:
  • Auch im Kabbelwasser sehr laufruhig
  • Dreht bei Bedarf sehr eng
  • Absolut anfängertauglich
  • Zieht verdammt gut Höhe
  • Es ist federleicht
Abgesehen davon konnte ich immer mindestens 2 qm kleiner fahren als bei gleichem Wind mit dem Twintip.
Als Anfänger sind mir selbstredend viele Details gar nicht aufgefallen, genauso wenig kann ich jetzt mit irgendwelchen Profitipps aufwarten.
Ich möchte aber jeden der mit dem Gedanken spielt auf ein Waveboard (um-) zusteigen ermutigen, es zu probieren. Mit einem directional board zu fahren ist wirklich nicht schwer. Straps sind dafür überhaupt nicht von Nöten.
Es war wesentlich leichter, als ich mir gedacht habe und es fühlt sich so smooth an.

Fazit / tl;dr:
Das Firewire Vader Herluim ist ein top Waveboard, welches auch für einen Anfänger einfach zu fahren ist. Mit dem Kauf eines solchen Boards macht man nichts falsch. Wer ein Waveboard kaufen möchte, ist bei UOS an der richtigen Adresse.
Die Beratung als auch das Service ist bei United Ocean Sports hervorragend. Kann ich nur wärmstens empfehlen

Geändert von miker (11.10.2019 um 14:36 Uhr). Grund: Video hinzugefügt
miker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2019, 15:13   #2
DieWelle
Benutzer
 
Dabei seit: 02/2015
Beiträge: 857
Daumen hoch

UOS ist auch mein Lieblings-Shop!

Mit dem Vader kann man tatsächlich nichts falsch machen, 1a Brett.
DieWelle ist offline   Mit Zitat antworten




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