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Bauen - Reparieren - Basteln Boardbau, Modifikationen am Material, ...

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Alt 03.03.2016, 11:55   #1
Drak
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Standard Zwillingsschwestern - ein Experiment

Hallo zusammen,

So ich will ein neues Projekt angehen. Die Idee ist einfach. Zwei gleiche Boards, selbes shape, selber Rocker, selber Flex. Der Unterschied soll, wer hätte es gedacht im Laminat liegen. Eines Glas, eines Vollkarbon.
Was mich interessiert ist wie sich die Beiden Boards auf dem Wasser anfühlen. Was der Gwichtsunterschied ausmacht, ob Kohle wirklich die magische bessere Rückstellkraft hat und wie die Dämpfung der Boards sich anfühlt.

Mir ist auch bewusst dass die beiden Boards mit sicherheit nicht genau gleich werden, aber möglichst ähnlich wäre halt schon schön.

Jetzt zum geplanten Aufbau der beiden:

- 136 x 41 cm
- Alround Freestyle, sportlich aber nicht zu gerade Outline damit auch Fahren im Kabbel angenehm bleibt.
- Sportlicher Flex
- rund 3.5 - 4cm Rocker
- Singlekonkave mit Channels am Tip
- Gegossene Kante aus Epoxy mit Baumwollflocken (ausgedünnt auf 3mm)
- gemacht im Handlaminat und im Vakuum auf Rockertable inkl. Temperung (ich habe schon 3-4 Boards so gebaut die auch alle halten)

Board version Glas
- rund 350g Biax je seite
- rund 200g UD je seite
- 11-12mm Hirnholz Balsakern (ausgedünnt auf 2mm)

Board version Kohle
- 2x200er Biax Kohle je seite
- 9mm Hirnholz Balsakern (ausgedünnt auf 1,5mm)

Die Dimensionierung habe ich versucht aus Bauberichten und eigenen Erfahrungen auszurechnen. Grundsätzlich bin ich der Meinung das die Boards eher ein wenig zu Weich werden für meinen Geschmack. Aber über ein zu Weiches Board kann ich im schlimmsten Fall noch einmal eine Lage darüberlaminieren, ein zu Hartes Board bleibt zu hart.

Jetzt wären die experten hier gefragt. Meint ihr das würde so ungefähr gleich hart werden? Und hält das Kohleboard so, oder müsste ich hier noch umplanen?
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Alt 03.03.2016, 14:04   #2
joern
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aus meinem Vergleich:
http://forum.oase.com/showthread.php...81#post1082781
bin ich zwar nicht soo schlau geworden was die Fahreigenschaften angeht, aber ich würde schlussfolgern dass dein Kohlebrett viel zu weich wird!
1. 9mm Paulownia hat deutlich mehr an Steifigkeit beizutragen als Balsa
2. Du hast nur Hälfte an Kohle wie ich und das auch noch weniger in Flexrichtung (30° zu 45°).

Vermutlich wird dein Glasbrett auch zu weich...

Leider traue ich mich auch nicht die Gewebemengen von Paula-Kern auf Balsa-Kern zu übertragen/ umzurechnen, so dass ich Dir auch keinen konkreten Vorschlag machen kann.
joern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2016, 14:43   #3
Drak
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super deinen Bericht hab ich schon studiert. Grundsätzlich hast du recht, das ist auch die Richtung die ich auch vermutet habe.
Mein Post war aber wohl schlecht vormuliert. Ich habe vor pro seite 2X200er Biax anzubringen, also 400. Das würde dem selben ensprechen wie du auf deinem hast, auch bei 9mm Kernstärke. Das Paulownia ist aber natürlich viel steifer als der Balsakern.

Wie hart ist dein Kohlebrett ungefähr geworden? Angenehm zu fahren oder schon sehr hart? Hält es noch?

Das Umrechnen ist auch mein grösstes Problem da mit Balsa nicht viel Erfahrung da ist.
Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2016, 15:16   #4
joern
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ich kann den Flex auch nur als mittel bis hart bezeichnen.
Aber: ich mag es so und es kommt mir beim fahren nicht hart vor!
Das kann aber auch an Outline, Kante, Pads etc. liegen.
Einzig leicht störend ist das Spritzwasser in Kabbel.

Orientiere Dich lieber an "housi" mit seinem letzten Kohlebrett (das ultraleichte mit 1,3kg?).
Er hat so vermute ich bei "ähnlicher" Kerndicke eine Lage UD-Kohle eingebaut.
Das wäre evtl. was für Dein Board. Leider gibt er seinen Lagenaufbau nicht preis.
joern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2016, 09:01   #5
housi
du Tarzan, ich JN
 
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@Drak

Du hast ne PM
housi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2016, 08:31   #6
Drak
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So ein Update:
Aufgrunde joerns und Housis Hilfe habe ich nun angepasste Varianten für die beiden Boards:

Board version Glas
- rund 400g Biax je seite
- rund 250g UD je seite
- 12mm Hirnholz Balsakern (ausgedünnt auf 3mm)

Board version Kohle
- 200er Biax Kohle je seite
- 300er UD Kohle je seite
- knapp 6mm Hirnholz Balsakern (ausgedünnt auf 2mm)

Dadurch sollte ich zwei Boards erhalten welche nicht nur ungefähr den selben Flex in Längsrichtung haben, sondern auch vom Torsionsflex vergleichbar sein sollten.
Zusätzlich ist das Glasboard jetzt auch wirklich sportlich im flex.

Wer aufgepasst hat dem ist aufgefallen dass in einem knapp 6mm dicken Board nicht mehr vernünftig Inserts plaziert werden können. Habt ihr hier ev. Ideen wie ich das realisieren könnte?
Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2016, 09:49   #7
joern
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Zitat:
Zitat von Drak Beitrag anzeigen
Board version Kohle
- knapp 6mm Hirnholz Balsakern (ausgedünnt auf 2mm)

Ich habe mal kurz überschlagen was Das Board dann wiegen würde:
Ich komme auf ca. 1230g !!! Wenn das funktioniert wär das ja Wahnsinn(ig leicht)!!
Bin sehr gespannt auf das Ergebnis.
Inserts: Mach es so ähnlich wie ubuntu. Der nimmt Flanschmuttern und schraubt durch. Ich persönlich würde allerdings mehr "Fläche" investieren.
Suche mal nach Rändelmuttern DIN 467. Ist leider schwierig zu bekommen in A2 oder gar A4.

Achja: und beim Ausdünnen von Balsa auf 2mm sehr gut aufpassen. Würde die Unterseite gut abtapen, damit es nicht auseinanderfällt beim Fräsen/ Schleifen.
joern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2016, 10:08   #8
Jan:)!
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...
Jan:)! ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2016, 11:41   #9
housi
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Es wird mehr wiegen als 1230g. Wie kommst du genau auf den Wert?

Hast du das Gewicht von Inserts und Kante drinnen? Faservolumenanteil? Und wieviel Harz verschwindet im Kern?
Ausserdem ist das Glasboard auch stabiler...

Wie auch immer, ein Kiteboard mit Rohacell Kern mit Flachs-Schubstegen und Kohlefaserlaminaten hergestellt unter Vakuuminfusion und anschliessend mit einem extrazähen Klebeharz auf den Kern aufgeklebt - damit sollte man ohne Festigkeitseinbussen auf unter 1 Kg kommen.
housi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2016, 12:32   #10
joern
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ich habe da ne Excel Tabelle...
Was fehlt ist die Menge Harz die bei Balsa in den Kern geht.
Reichen 100g Mehrverbrauch aus (im Vergleich zu Paulownia)?
Und ja, auch Inserts wiegen was. 50g incl. Harz
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Alt 08.03.2016, 12:39   #11
DerLukas
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Zitat:
Zitat von housi Beitrag anzeigen
... Kohlefaserlaminaten hergestellt unter Vakuuminfusion und anschliessend mit einem extrazähen Klebeharz auf den Kern aufgeklebt....
Also das laminat komplett aushärten und dann auf den kern aufkleben? Ich hatte auch schonmal überlegt das laminat zu infusionieren und dann im noch feuchten zustand auf den Kern zu legen. Das könnte eine ziemliche sauerei werden, aber die Harzmenge sollte theoretisch gleich bleiben.

Hast du das von dir beschriebene schonmal gemacht oder ist es eine überlegung?
DerLukas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2016, 12:39   #12
joern
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Zitat:
Zitat von housi Beitrag anzeigen
...anschliessend mit einem extrazähen Klebeharz auf den Kern aufgeklebt
Wasn dass fürn Super-Harz?
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Alt 08.03.2016, 13:17   #13
Drak
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Zitat:
Zitat von joern Beitrag anzeigen
Inserts: Mach es so ähnlich wie ubuntu. Der nimmt Flanschmuttern und schraubt durch. Ich persönlich würde allerdings mehr "Fläche" investieren.
Suche mal nach Rändelmuttern DIN 467. Ist leider schwierig zu bekommen in A2 oder gar A4.

Achja: und beim Ausdünnen von Balsa auf 2mm sehr gut aufpassen. Würde die Unterseite gut abtapen, damit es nicht auseinanderfällt beim Fräsen/ Schleifen.
Vielen dank für den Tip mit den Inserts, ich schaue mir das an.
Das ausdünnen vom Balsa kenne ich, ist echt ein fummel. Das hab ich auch schon gemacht. Abtapen ist eine super Idee, sonst muss ich wieder zusammenflicken am ende.


Zitat:
Zitat von joern Beitrag anzeigen
ich habe da ne Excel Tabelle...
Was fehlt ist die Menge Harz die bei Balsa in den Kern geht.
Reichen 100g Mehrverbrauch aus (im Vergleich zu Paulownia)?
Und ja, auch Inserts wiegen was. 50g incl. Harz
Ich denke 100g Harz in den Kern könnte realistisch sein. 50g für die Inserts und dann denke ich nicht dass ich ein Faser/Harz Volumenverhältniss von 50:50 erreiche. Wird wohl eher weniger werden. Ich rechne eher mit 1.4-1.5kg was aber immer noch Sauleicht ist.



Zitat:
Zitat von housi Beitrag anzeigen
Hast du das Gewicht von Inserts und Kante drinnen? Faservolumenanteil? Und wieviel Harz verschwindet im Kern?
Ausserdem ist das Glasboard auch stabiler...

Wie auch immer, ein Kiteboard mit Rohacell Kern mit Flachs-Schubstegen und Kohlefaserlaminaten hergestellt unter Vakuuminfusion und anschliessend mit einem extrazähen Klebeharz auf den Kern aufgeklebt - damit sollte man ohne Festigkeitseinbussen auf unter 1 Kg kommen.
Dass der Kern harz zieht ist auch eigentlich der Hauptgrund wiso ich auf eine Infusion verzichte, ich glaube mit dem Dünnflüssigen Infusionsharz geht schon gehörig viel in den Kern bei Balsa Stirnholz.
1kg wäre natürlich ein Traum. Wenn du das schaffst darf ich dann mal probefahren? Dabei kommts natürlich auch auf die grösse an. Ein 128er wird natürlich auch noch einmal leichter als ein 138er board.
Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2016, 13:55   #14
Drak
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So das Shape ist da. Ich habe schräge/krumme Channels eingezeichnet. Was meint ihr dazu? Könnte das ein Interessanter ansatz sein oder doch lieber klassisch gerade Channels machen?
Ah und jetzt seh ich grad das die Insertpositionen noch fehlen.

Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2016, 21:44   #15
Drak
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Standard erste schritte

So heute bin ich dazu gekommen das Balsaholz zu zerschnippseln und neu zusammenzufügen. Da es sowiso nicht genug lange Platten gab habe ich mich entschieden unter den Footpads ein schwereres Balsa zu verwenden welches mehr Druckfestigkeit aufweisen sollte. Desshalb musste ich die Stücke heute auseinanderschneiden und in der Richtigen Reihenfolge neu zusammenkleben. Eigentlich ganz simpel. Trotzdem ein paar Bilder.

Balsa lässt sich ganz Locker mit dem Cutter zuschneiden




Dann wollte ich eigentlich mit Weissleim zusammenkleben, musste aber feststellen dass keiner mehr Zuhause war.
Also habe ich trotzdem Epoxy angemischt und viel Baumwollflocken zugemischt.




Natürlich darf die Unterstützung bei solchen Bauvorhaben nicht fehlen

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Alt 22.03.2016, 10:15   #16
Der Tuempelritter
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Zitat:
Ich denke 100g Harz in den Kern könnte realistisch sein...
Ich nehme oft Clou Schnellschleif-Grundierung. Meistens bei Paulownia/Abachi um offenliegende Fasern zu versiegeln (z.B. bei Boardkanten um zu verhindern dass gefärbtes Harz in die Fasern gezogen wird), früher bei Stirnholzbalsa auch ganzflächig um Harzaufnahme zu minimieren. Die Modellflieger kennen das Zeugs unter der Bezeichnung Porenfüller. Wenn man den Balsakern damit beidseitig dünn anstreicht und nachschleift hat man sehr wenig Gewichtzunahme und es dringt danach fast kein Harz mehr ein.

Ich muss allerdings auch dazu sagen dass ich nicht weiss um wieviel schlechter der Verbund zwischen Holz und Laminat dadurch wird. Hat da schon mal jemand Versuche gemacht? Z.B. im Vergleich mit abspachteln?

Gruss
Micha
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Alt 22.03.2016, 21:54   #17
Drak
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Hoi Micha,

Das sieht eigentlich ganz interessant aus. Ich könnte mir vorstellen dass ich das versuchen werde. Für den Verbund darf das natürlich ja nicht deckend sein, sonder wirklich nur die zwischenräume füllen. Also nicht zu dick auftragen, hätte ich gesagt
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Alt 03.03.2017, 16:07   #18
joern
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Hallo,

was ist denn hieraus geworden?

Grüße!

Jörn
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Alt 07.03.2017, 17:48   #19
Drak
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Hallo,

Gute Frage ;D
Die Boards sind bis heute leider nicht fertig geworden. Ich bin dummerweise voll in eine Abschlussarbeit reingelaufen und dann umgezogen und dann ....

Das dünne Board wäre fast bereit zum Laminieren. Das Problem ist, das ich an meinem neuen Wohnort keine Werkstatt mehr habe... Da ich aber mittlerweile wieder ein wenig Zeit habe wird das hoffentlich bald weiter gehen. Ich melde mich wenn wieder etwas läuft.

Als Update: Stirnholzbalsa auf 2mm runterfräsen ist fast unmöglich, auch wenn das Holz von Unten mit Klebeband fixiert wird. Ich muss da noch einige Löcher flicken ;D

Gruss und danke fürs Interesse
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Alt 30.06.2017, 12:42   #20
Drak
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Sooo... ich konnte endlich wieder Zeit finden.
Die Kerne sind fertig gefräst. Das Runterfräsen eines so dünnen Boards hatte etliche Löcher im Balsa zur folge. Ebenfalls hätte ich das Board auf einem Vakuumtisch fräsen müssen, da der Fräser das Board so stark anzieht, dass es sich nach oben Wölbt.

Jetzt erst mal urlaub. Danach Laminiere ich endlich und kann dann hoffentlich den Vergleich zwischen Glas und Kohle machen.
Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2017, 11:51   #21
Drak
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So endlich bin ich soweit, das Glasboard ist gestern "geschlüpft", das Carbonboard aktuell noch im Vakuum.

Die Kerne sind leider einiges schwerer geworden als geplant. Vorallem der dünne fürs Carbonboard, hat durch verschiedene Reparaturen und gefüllten Löchern stark zugenommen.

Das Glasboard ist relativ hart, fühlt sich aber gut an. Die Tips sind sehr hart geworden. Ich habe mich beim Rockertable aufbiegen ein wenig überschätzt wesshalb das Board jetzt gut 5cm Rocker hat anstatt den ~4.5cm die ich eigentlich wollte. Ich hoffe jetzt, dass es dank der Konkave trotzdem noch einigermassen gut angleitet. Durch die Mitte gemessen wäre dann der Rocker "nur" noch 4cm.

Am Freitag kommt das Carbonboard raus. Mal schauen wie sich das verhält. Hoffentlich genau gleich. Am Rockertable hab ich auf jeden fall nichts mehr geändert.
Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2017, 21:48   #22
joern
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Ja, super! Schön dass du es fertig bekommen hast.
Bin sehr gespannt wie es geworden ist. Bitte gerne nochmal Details posten:
Laminataufbau, Gewicht des Kerns, Gewicht nach Laminieren, Flex, Rückstellung, etc. Da kann man viel draus lernen.
Schöne Grüße!
Jörn

Geändert von joern (03.11.2017 um 09:38 Uhr).
joern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2017, 08:29   #23
Drak
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Eine genaue Auflistung von dem was ich gemessen habe kommt noch sobald das einigermassen komplett ist. Am Laminataufbau hat sich nichts mehr geändert seit deinen Gewichtsberechnungen, ausser das als "Topsheet" noch 50g Glasgewebe je seite drauf ist um eine hübsche Oberfläche zu kriegen. 50g Gewebe verziehen sich so schnell, dass das Laminieren richtig schwer war. Das mache ich vermutlich nicht noch einmal.

Ich komme vermutlich (wenn der Wind mitmacht) übernächste Woche aufs Wasser, dann wird ausgiebig getestet. Danach kann ich auch einen Eindruck des Fahrgefühls schildern.
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Alt 17.06.2018, 12:44   #24
Drak
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Hallo Zusammen,

Sorry das ich mich so lange nicht gemeldet habe. Die Boards sind ja schon letzten November schon fertig geworden. Ich konnte sie auch in der darauf folgenden Woche in Beauduc testen. Leider habe ich dabei das Kohleboard bereits zerbrochen, aber vielleicht lässit sich daraus ja noch etwas lernen.

Jetzt aber erst einmal zu den Beiden Boards:

Glasboard:
- Gweicht vor dem Laminieren: 1090g
- Gewicht nackt: 1987g
- Gewicht komplett: 2990g
- Rocker: 5 cm
- Flex: 46mm bei 70kg Last in der Mitte. Aufgelegt am inneren Finnenloch
- Torsion: 1.1° (gemessen: board in der Mitte fixiert. Dann am Tip, an einem 50cm hebel von der Längsmitte des Boards gemessen mit 2,5kg belastet.)
- 400g Biax je seite
- 250g UD je seite
- 12mm Balsakern (ausgedünnt auf 3mm)
- 50g Glasgewebe als Deckschicht

Kohleboard:
- Gewicht vor dem Laminieren: 709g
- Gewicht nackt: 1507g
- Gewicht komplett: 2510g
- Rocker: 5 cm
- Flex: ??
- Torsion: ??
- 200er Biax Kohle je seite
- 300er UD Kohle je seite
- 6mm Balsakern (ausgedünnt auf 2mm)
- 50g Glasgewebe als Deckschicht

Rückstellung hatte ich mit dem Balsakern keine.

Fahreigenschaften
Ich habe die Boards vor dem Bruch noch ausgiebig testen und vergleichen können. Und bin sie auch als es passiert ist ca. 10 mal durchgewechselt und immer 4-5 Schläge gefahren. Während das Kohleboard beim über den Strand tragen schon enorm viel leichter ist, fällt dies beim Fahren im Wasser relativ wenig auf. Sogar sofort nach einem Wechseln konnte ich beim Fahren im Wasser eigentlich keinen Unterschied feststellen. Beim Springen merkt man den Unterschied, jedoch ist da das Glasboard auch schon so leicht, dass es nicht wirklich als unangenehm empfunden wird. Was wirklich schwer zu beurteilen ist, ist der Pop der beiden Boards. Ich hätte gesagt, dass das Kohleboard ganz leicht die Nase vorne hat. Es wäre aber auch möglich, dass ich einfach glück hatte und ein wenig besser angekanntet habe. Das Wasser war nicht wirklich flach und meine Technik bei weitem nicht perfekt. Ansonsten haben sich die beiden Boards wirklich identisch verhalten.

Die Boards sind genau so wie ich sie haben wollte. Relativ stark aufgebogen und sportlich straff. Durch die starke Aufbiegung sind sie im Absoluten Lowend natürlich nicht ideal, vorallem das Höhelaufen wird schwierig. Für Anfänger ist ein Board mit so viel Rocker sicher nicht gut geeignet. Dafür sind sie auch bei viel Wind enorm gut zu kontrollieren, haben wirklich ausgezeichneten Pop, und fahren sich mit richtig viel Zug auf der Kante durch die Kurve. Ebenfalls fallen die Landungen weich aus. Durch die single Konkave beschleunigen die Boards jedoch enorm gut und gewinnen dadurch viel lowend welche vergleichbare Wakestyle bretter nicht haben. Das Problem der single-konkave ist, dass das Board in der zwar weich Landet, aber auch mehr wegrutscht als ein vergleichbar aufgebogenes Board. Die Stabilität beim landen ist weniger gut als bei meinem Liquidforce Echo aber besser als bei allen anderen Bretter die ich besessen habe.

Alles in allem sind die Boards absolut genial und etwas vom besten was ich je unter meinen Füssen hatte.

Und noch einige Details zum Bruch: Ich muss sagen, dass ich nach einem Misslungenen Sprung in Ufernähe im ca 5cm tiefen Wasser gelandet bin. Und zwar mit dem vollen Gewicht auf dem Tail. Ev. wäre, falls das Board gehalten hätte jetzt mein Kniegelenk oder ähnliches Kaputt. Vermutlich wäre das Board wenn das Wasser tief genug gewesen wäre nicht zerbrochen. Trotzdem möchte ich hier einige Detailbilder hochladen. Ev. kann ja jemand vermutungen anstellen was das Problem war. Ich weiss natürlich, dass das Carbonboard im Bereich der Festigkeit bereits sehr stark am limit konstruiert war. Aber ev. hat jemand ideen wie ein neues Board noch stabiler und leichter realisiert werden könnte. Dann würde ich wohl wieder ein neues Bauen.

Und so bleibt mir jetzt leider nur noch das Glasboard...







Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2018, 12:48   #25
Drak
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Und dann hier noch ein paar bilder vom Bruch. Das Board ist einmal auf der Unterseite komplett durchgebrochen und auf der Oberseite unter einem der Pads angerissen. Ich hätte auch noch mehr Detailbilder.











Drak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2018, 03:50   #26
sodamixer
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schade mit dem gebrochenen Brett, aber sehr toller Bericht! Super ausführlich auch die Ergebnisanalyse (Flex Torsion etc.)
Das es mit das Beste war was du unter den Füßen hattest spricht ja sehr für dein Projekt.
Ich bin aktuell bei einem Lotus Two ag nachbau (LW Brett 154x46,5) soll auch in Carbon gebaut werden. Zusätzlich solls noch die Option einer Centerfinne erhalten. Der Bericht und die Infos von housi und joern helfen auch
sodamixer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2018, 09:57   #27
joern
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Hallo Drak,

erstmal danke für das Teilen dieses spannenden Projekts.
Da ich auch nochmal irgendwann sowas ähnliches bauen will (Kohlebrett mit UD-Anteil) würde ich gerne daraus lernen wollen. Somit noch ein paar Fragen:
- Welche Kohlefaser hast du verwendet? Normales E-Modul (HT) oder was spezielles (IM, HM etc.) ?
- Wie würdest Du den Flex des Kohlebrettes subjektiv einschätzen? Hart, mittel, weich?

Wenn der Flex ok war (mittlerer bis harter Flex) klingt deine Konstruktion für mich eigentlich recht stabil, da relativ viel Laminatstärke und dünner Kern.

Grüße! Jörn
joern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2018, 10:33   #28
sodamixer
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Fahrergewicht spielt auch eine Rolle oder?
sodamixer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2018, 11:18   #29
Urm
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Hast du Hirnholz Balsa verwendet oder normales?
Urm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2018, 14:36   #30
Drak
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Hallo Zusammen,

So bim vom Urlaub zurück... Dann zu den Fragen: ich beginne mal Unten.

Ich habe Hirnholz Balsa verwendet. Balsa mit Längsfasern kann die Schärkräfte zwischen den beiden Laminatschichten kaum aufnehmen.

Ja das Fahrergewicht spielt natürlich eine Rolle: 71kg nackt. Mit Neo und Trapez bin ich noch nie auf eine Waage gestanden.

Ich habe ganz gewöhnliche Kohlefaser verwendet.
UD
Biax

Der Flex ist für mein Gewicht und natürlich subjektiv: Hart. So soll er auch sein bei 5cm Rocker brauche ich kein Weiches Board mehr. Ich denke er ist relativ vergleichbar mit dem LF Echo das ich sonst noch fahre. Also nicht Steinbickelhart, aber halt schon Freestyle/Wakestyle hart.


Es könnte natürlich schon sein, dass das Board eigentlich stabil genug gewesen wäre wenn ich damit nicht auf dem Strand gelandet wäre... wer weiss.

So, ich hoffe, ich konnte helfen! Und sonst Fragt einfach munter weiter. Ich bin immer gespannt auf eure Projekte.

Cheers
Drak ist offline   Mit Zitat antworten
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