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Alt 08.09.2005, 21:20   #1
joe
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Beiträge: 4.736
Pfeil 2005er Flysurfer Speed 10 qm

2005er Flysurfer Speed 10 qm

Hab den 10er Speed jetzt paar Tage fliegen können. Zum Speed wurde ja schon einiges geschrieben. Zum Standard-Kram also nur kurz: Verarbeitung wie gewohnt sehr gut. Starten und Landen auf Land und Wasser geht recht einfach. Das neue 4-Leinen-Konzept nervt bischen mehr als das alte System beim Aufklaren der Waage, sonst scheint es gut zu funktionieren.

Zum Landen über die Safety muss man noch anmerken: Der Kite zieht sich dann ziemlich zusammen und kippt meistens über eine Seite ab (dreht weg). D.h. er geht selten direkt rückwärts auf seine Hinterkante auf den Boden, ist halt bisschen nervig und man braucht Geduld. Solange der Wind nicht zu stark ist, landet man ihn einfacher über das Reingreifen in die Backlines, indem man ihn also in einen kontrollierten Backstall bringt. Dabei kann man ihn noch genügend steuern, so dass er sich vernünftig auf die Hinterkante setzt. [Diese Art zu Landen birgt das Problem, dass der Kite mit Vollgas durchstartet, wenn man aus welchen Gründen auch immer die Backlines loslässt (und der Kite vorher schon recht weit am Boden und damit mitten in der Powerzone ist). Also auf jeden Fall vorher bei wenig Wind üben und sich des Problems bewusst sein!]

Der 10er Speed lässt sich ziemlich einfach fliegen, einfacher als man von so einem gestrecktem Kite erwarten würde. Seine Leistungsentfaltung ist relativ gleichmäßig und ohne groß störende Leistungsspitzen. Sein Leistungspotential ist hoch. Mit aktivem Sinusfliegen kommt er bereits im unteren Windbereich gut in Fahrt (dabei muss man gut ausholen, also längere Wege fliegen). Der abgedeckte Windbereich ist groß bis sehr groß. Der 10er Speed lässt sich effektiv ausbremsen, der Kite wandert leicht nach vorne ans Windfenster. Besonders fallen die sehr guten Höhelauf-Eigenschaften des 10er Speed auf. Selbst im unteren Windbereich kann man noch verhältnismäßig gut Höhe ziehen (teils kam es mir sogar so vor, dass man selbst Höhe dümpeln kann).

Der Speed braucht etwas mehr Fluggeschwindigkeit, damit sein effektives Profil arbeitet. Z.B. merkt man das im unteren Windbereich, dass man den Kite schwer mal eben am Windfensterrand anfliegen kann. Man bremst den Kite dann sofort wieder so aus, dass er Leistung verliert. Also Drachen wieder zurück/hoch fliegen und mit mehr Schmackes über einen größeren Teil des Windfensters anfliegen. So erzeugt er dann bereits im unteren Windbereich gute Leistung. Bei genug Wind verhält er sich auch am Windfensterrand ausgezeichnet und lässt sich locker wieder anfliegen.

Was die Stabilität angeht, macht der 10er Speed so gut wie keine Probleme. Sowohl stehend im Zenit und beim normalen Einsatz wirkt er sehr stabil. Lediglich eins fällt auf. Bei manchen Landungen bzw. bei manchen Sprüngen mit abruptem Lastwechsel klappt der Kite öfter mal kurz über sein gesamtes Profil leicht weg. Er hat sozusagen einen kurzen (fast) kompletten Strömungsabriss. Dann klappt er sofort wieder zurück und fängt sich wieder. Das macht sich z.B. bei loaded Jumps bemerkbar (die mit tief fliegendem Schirm durch Aufbau von Leinenspannung rausgepoppt werden). Seltener taucht es auch nach normalen Landungen auf, wenn man den Drachen unterspringt. In der Praxis bereitet das keine wirklichen Probleme, es fällt lediglich auf. Da scheint das sehr leistungsfähige Profil doch etwas empfindlicher als bei den Psycho2 zu sein. Wie sich der Kite in extrem böigen Bedingungen wie im Binnenland verhält, kann ich nicht beurteilen.

Bei Sprüngen die man stark unterspringt, so dass die Leinenspannung weg ist, segelt der Kite wie die Psycho2 mit dem Wind zurück, bis wieder Spannung auf den Leinen ist. Der Psycho2 liegt dabei meiner Meinung nach etwas stabiler in der Luft. Aber der 10er Speed ist ebenfalls erstaunlich stabil, hätte ich für einen Kite dieser Streckung nicht erwartet. Mir ist er kein einziges Mal beim "Trudeln" ins Wasser gegangen, man konnte ihn immer vorher wieder abfangen. Was auch vorkommen kann ist, dass bei diesem "Trudeln" sich ein Ohr in die Waage einklappt. Der Kite steht dann am Zenit und hat das Ohr eingeklappt. Wenn es sich nicht von selbst wieder ausklappt, muss man den Kite beherzt hin und her steuern oder bisschen an den Leinen zupfen.

Bei der Drehgeschwindigkeit und dem Lenkverhalten hat sich im Vergleich zum Psycho2 viel getan. Vor allem das Lenkverhalten ist wesentlich direkter geworden - es kommt einem guten Tubekite deutlich näher. Die Drehgeschwindigkeit ist gut, könnte für meinen Geschmack gerne noch etwas schneller sein. Die Drehgeschwindigkeit von vielen Tubekites ist noch deutlich schneller, so z.B. die des 14er North Rhino5. Die Halte- und Steuerkräfte des 10er Speed sind über die Waage trimmbar. Das geht sehr einfach in 4-5 Stufen über das Verschieben einer Leine in ca. 4cm-Schritten. Die Wirkung ist deutlich spürbar. Wer gerne mit hohen Halte- und Steuerkräften fliegt, der kann sich das einstellen. Mein Fall ist das überhaupt nicht, ich fliege ihn entweder voll auf Softsteering oder lediglich einen Knoten davor. Meiner Meinung nach wird er auf Softsteering schneller im Drehverhalten. Ob das wirklich so ist, oder ob einem das durch die niedrigeren Kräfte nur so vorkommt, kann ich nicht sagen. Ebenfalls positiv zu vermerken ist die geringe(re) Backstall-Anfälligkeit des Speed. Der Psycho2 hat hier Nachteile.

Springen mit dem Kite geht gut ab. Der Lift ist hoch. Die Hangtime ist sehr gut. Zum fett Springen braucht man einen Mindestdruck im Kite. In seinem unteren Windbereich, wo man schon fährt und auch Höhe fahren kann, geht noch nicht soo viel beim Springen. (Der letzte Satz ist eigentlich bisschen komisch, denn das ist ja mehr oder weniger bei jedem Kite der Fall. Ich behaupte mal, dass mir das hier mehr auffällt, da der Kite schon so früh ins Fahren gebracht werden kann durch aktives Anfliegen. Und das da noch nicht viel geht beim Springen, ist ja auch verständlich.)

Fazit:
Der 10er Speed überzeugt und bietet hohen Fun-Faktor. Er deckt einen sehr großen Windbereich ab und fährt sich sehr angenehm. Sein Sprungpotential spielt in der oberen Liga mit, so dass man gut mit dem Teil abgehen kann. Seine sehr guten Höhelauf-Eigenschaften ermuntern zum Rumspielen und Springen. Im Vergleich zum 10er Psycho2 macht der Kite einen spürbaren Fortschritt. Dieser ist vor allem auf das deutlich bessere Steuerverhalten (Direktheit) zurück zu führen.
joe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2005, 15:38   #2
DirtyH
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Dabei seit: 10/2005
Beiträge: 1
Standard

Und hier ein paar Bildchen von ner Trockenübung mit dem Kite...













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