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Alt 01.04.2016, 19:29   #1
Jänz
Benutzer
 
Dabei seit: 03/2010
Beiträge: 362
Standard Testbericht Flysurfer Boost 2 13qm

Nachdem mir Flysurfer noch kurz vor dem Osterurlaub den neuen Boost 2 in 13qm zum Testen zugeschickt hat, konnte ich den Kite in unterschiedlichen Bedingungen auf Fehmarn testen. Insbesondere möchte ich in meinem Testbericht auf den Vergleich zum 13er Boost 1 eingehen, den ich selbst mehrere Monate gefahren habe.

Die wesentlichen Neuerungen beim Boost 2 sind:

- Neues Ventil
- Double RipStop Tuch
- Steifere Konstruktion
- Neuer Self-Launcher



Das neue Ventil

Beim Boost 2 kommt ein SUP Ventil zum Einsatz. Zum Aufpumpen muss man zunächst den roten Knopf drücken, damit das Rückschlagventil geschlossen ist. Der Pumpenadapter wird nun aus der Neoprentasche entnommen und mit einer beliebigen Pumpe verbunden. Der Adapter kann anschließend durch Aufsetzen und Drehen bis zum Anschlag mit dem Kite verbunden werden. Nach dem Aufpumpen wird der Pumpenadapter wieder entfernt (durch Drehen und Abziehen genau entgegengesetzt zum Anschließen) und die Verschlusskappe drauf gedreht. Zum Entlüften muss der rote Knopf mit ein wenig Kraft reingedrückt werden.







Der Widerstand beim Pumpen ist immer noch sehr gering. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Ventile beim Boost 1 weniger Widerstand hatten. Die Handhabung beim alten Ventil fand ich etwas einfacher und vollkommen ausreichend. Das Abploppen des Pumpenschlauchs, was beim Boost 1 allerdings ab und an vorkam, ist mit dem neuen Ventil nicht mehr möglich. Die Neoprentasche für den Pumpenadapter an der Mittelstrut ist leider etwas klein und beim voll aufgepumpten Kite nur mit viel Mühe wieder dort drin verstaubar.

Self-Launcher 3.0

Der neue Self Launcher hat in der Waage der Frontleinen auf jeder Seite einen Plastikstift, welcher wie abgebildet eingefädelt wird. Der Ring des Sandsacks wird dann in der Mitte durch den Stift geführt. Um eine Beschädigung des Kites zu verhindern, verschwindet dieser Stift automatisch nach dem Auslösen des Self Launchers in einer angenähten Tasche.



Lowend

Das Lowend beim 13er Boost 2 würde ich ohne direkten Vergleich wieder sehr ähnlich zum 13er Boost 1 einschätzen. Generell lässt er sich aber auch bei recht wenig Wind mit einem kleinen Board recht gut fahren. Sinuskurven im absoluten Lowend haben in meinen Augen nicht viel gebracht, der Kite hatte mehr Druck zum Fahren, wenn er gestellt geflogen wurde. Der Relaunch bei wenig Wind ohne Hinterkantenwaage funktioniert genauso gut wie beim Boost 1.

Highend

Im Highend legt der Boost 2 eine Schippe drauf. Ich konnte den 13er mit 70kg und Radical 5 in 134x40 noch ohne größere Probleme fahren, als fast nur noch 7er bis 9er auf dem Wasser waren und zu der Zeit schon ganz gut geloopt haben. Zum Springen konnte ich mir sogar den Adjuster noch fast halb öffnen, ohne auch nur einmal in dieser halben Stunde über die Kante gezogen zu werden. Der 13er bleibt im Highend etwas stabiler als der Vorgänger, das bedeutet, dass sich die gesamte Kappe weniger stark verformt und dadurch auch weniger Vibrieren an der Bar zu spüren ist. Bei starken Böen und stark gedepowertem Kite neigt er noch zur Instabilität, allerdings sprechen wir da von Windbereichen, in denen man viele andere 13er Tubekites nicht mehr wirklich fahren kann. Insgesamt ist also die Depower noch ein Stück effizienter geworden als beim Vorgänger.

Flugverhalten

Das Flugverhalten des Boost 2 ist wirklich sehr rund. Der Schirm steht sehr stabil am Himmel und wackelt weniger als sein Vorgänger. Man merkt hier wirklich die steifere Konstruktion, wodurch das Fluggefühl etwas angenehmer wirkt. Auch die Drehgeschwindigkeit konnte etwas gesteigert werden. Der Boost 2 ist extrem agil für einen 13er. Die Hangtime ist mindestens auf demselben hohen Niveau wie beim Boost 1 wenn nicht sogar noch minimal besser. Board-Off Tricks haben auf Anhieb richtig Spaß gemacht und bei ausreichend Wind ermöglicht es die sehr gute Hangtime, dass man auch viele davon steht.



Neuer Chickenloop an der Infinity 3 Bar

Die aktuelle Bar zum Boost 2 ist mit einem neuen Chickenloop ausgestattet worden. Die Safety habe ich bisher nicht getestet, allerdings kam es während meiner Sessions zu keinerlei Fehlauslösungen. Der neue Chickendick ist nun flexibel, wodurch die Gefahr, dass das Gummiband reißt, nicht mehr vorhanden ist. Der Verschleiß am Depowertampen war bei mir nach 3 Tagen etwas höher, allerdings kann das auch mit dem Sand zusammenhängen. Ausgefranste Tampen sind allerdings unproblematisch, da sie zwar recht schnell ausfransen, dann allerdings der weitere Verschleiß sehr niedrig ist.



Zusammengefasst

Flysurfer erfindet mit dem Boost 2 die Welt nicht neu, allerdings wäre das auch nicht sinnvoll, da es sich in meinen Augen definitiv lohnt, den Charakter vom Boost 1 beizubehalten. Die wesentlichen Verbesserungen liegen meiner Einschätzung nach im stabileren Flugverhalten,etwas schnellerem Drehen und dem gesteigertem Highend. Er eignet sich perfekt für Kiter mit Big Air und Oldschool Ambitionen oder auch einfach nur zum Freeriden mit perfekten Höhelaufeigenschaften. Zur Freestyleeignung kann ich leider keine Auskunft geben, da ich insgesamt nur recht wenig Unhooked unterwegs bin und den Boost 2 darauf noch nicht wirklich getestet habe. Ein Test im Binnenland steht auch noch aus. Wer die Möglichkeit hat sollte es sich nicht entgehen lassen, den neuen Boost 2 mal selbst zu testen.

Vielen Dank an Flysurfer für den Testkite und Windriders Kite- und Surfshop für den Support. Und hier nun noch ein paar weitere Bilder.



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Alt 02.04.2016, 10:07   #2
Schonkiternochsurfer
Benutzer
 
Dabei seit: 10/2009
Beiträge: 1.379
Standard

Danke für deinen interessanten Bericht. Du bist der erste, der die überarbeitete Bar zeigt. Neben erfreulichen Verbesserungen sieht man jedoch sofort wieder ein altes Problem, den extrem hohen Tampenverschleiß. Und diesen sollte man sich auch nicht schön reden, denn die Ursachen sind schnell erkennbar, wenn man sich das Barauge z.B. an meiner Infinity2 Bar anschaut. Da gibt es Grate, Kanten und eine rauhe Oberfläche, die dem Depowertampen dieses Leid antun. Da hilft nur schleifen und polieren:

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