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Alt 23.03.2016, 13:34   #1
Eure Herrlichkite
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Standard Liquid Force Envy 2016

Der Liquid Force Envy ist das Dreistruter Flaggschiff von LF und der meistverkaufte Kite, da er quasi die eierlegende Wollmichsau darstellt und sowohl Anfänger, als auch Aufsteiger, sowie Wakestyler gleichermaßen bedient.



Neuerungen:
- Bis 2013: Noch mit Umlenkrollen.
- Ab 2014: 3-Punkt Waage ohne Umlenkrolle. Der 2014er Envy wurde wirklich bulletproof gebaut und besitzt überall Verstärkungen, mMn haben es die Entwickler dabei ein wenig zu gut gemeint. Ich mochte den 2014er bis 10,5qm. In den größeren Größen empfand ich ihn - bedingt durch die 3 Punkt Waage - allerdings als ein wenig zu träge, mit höherer Querkräften, und durch die bombenstabile Konstruktion bei Windlöchern ein wenig zu schwer.
- 2015: Neue 4-Punkt Waage. Gewichtsreduzierung durch leichtere Bladder. Zwar robust gebaut, die unnötigen Verstärkungen wurden jedoch tlw. eingespart. Deutlich agileres Flugverhalten, leichteres Bargefühl. Insgesamt spielerischer.

- 2016: Feintuning: LE optimiert. Wenn man von unten guckt, erkennt man, dass die Sidestruts und das Tip vom Kite marginal verändert wurden. Startet noch ein wenig leichter aus dem Wasser. Mir kommt es so vor, als ob der Kite dadurch minimal gedrungener bzw. bauchiger wurde. Abrisskante wurde lamellenförmig verstärkt um das Flattern des Tuches zu reduzieren. Lt. Hersteller wurden weitere Stellen am Kite neu verstärkt. Macht sich aber für mich nicht bemerkbar bzw. erkennbar, da auch schon die Jahrgänge vorher qualitativ auf sehr hohem Niveau waren.

Der Kite kommt in den Größen: 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10.5 / 12 / 13.5 / 15 und in 3 unterschiedlichen Farbkombis.

Im Gegensatz zum Solo und zum Wow kommt er nicht in einer Kitetasche, sondern in einem richtigen Bag.

Einsatzbereich/Eignung
Wie schon bereits erwähnt, ist der Envy ist ein Allrounder, welcher vieles gut kann - ohne sich auf gewisse Bereiche zu spezialisieren. Nachfolgend versuche ich ihn vergleichend mit der LF Kitepalette in verschiendenen Anwendungsbereichen zu charakterisieren.

Schulung/Anfängereignung
Der Envy ist ein sheet und go Kite. In der Standardanknüpfung erhält man einen einfach zu fliegenden Kite. Der Kite fühlt sich an der Bar leicht an und hat einen mittleren Grundzug. Dadurch muss man ihn nur 1-2mal ankurbeln und macht die ersten Meter. Das Lowend ist sehr gut und liegt nur knapp hinter Wow und Solo. Die Windrange ist zwar groß, jedoch sollte man seine Kiteabstufung enstprechend daran ausrichten, dass der Kite ein sehr gutes Lowend hat. Für Mädels und leichte Fahrer reichen 10,5 bzw. 12 als größter Kite. Für schwere Fahren machen der 13,5 und 15er jedoch Sinn.

Der Kite fliegt sehr harmonisch mit der Response Bar und 23m Leinen. Diese Kombi würde ich auch für Bigair usw. empfehlen. Insgesamt ist er jedoch mit allen 4-Leiner Bars mit gleichlangen Leinen, niedrigem V, und SFS kompatibel.

Für mich haben jedoch auch sowohl der Wow als auch der Solo ihre Berechtigung in der Schulung. Vorteile vom Solo ist das noch leichtere Gewicht bei der Schulung mit kleinen Kitegrößen bei wenig Wind. Der Wow läuft minimal besser Höhe und lässt sich durch seine Waveeignung durch Wegschieben der Bar noch druckloser stellen. Allerdings kann der minimal höhrere Grundzug des Envys gerade schwereren Fahren die ersten Meter erleichtern.

Ich würde in die Überlegung mit einbeziehen, in welche Richtung es später gehen soll. Will man sich zukünftig intensiver mit der Welle beschäftigen, kann man direkt mit dem Wow oder Solo starten. Erfolgt die Ausrichtung mehr zum Allroundkiter und Freestyler, dann macht der Envy am meisten Sinn. Für den Envy spricht außerdem die wohl höchste Wertstabilität.

Allgemein lässt sich jedoch behaupten, dass man den Envy als Anfänger "blind" kaufen kann und definitiv sehr viel Freude mit dem Kite haben wird. Der Kite wächst mit und hat ein quasi unerschöpfbares Potenzial. Damit kommen wir zum nächsten Punkt:

Allroundeigung
Grundsätzlich ist der Kite sehr gut spürbar und berechnend. Der Kite ist einfach zu springen, hat einen sehr guten Lift und eine lange Hangtime. Damit landet er nur knapp hinter reinen Freeridekites wie Rebel usw. Kiteloops lassen sich mit 9 und kleiner gut ziehen. Der Kite geht schön kontrolliert in mittleren Radien rum, ebenso ist der Leeversatz als mittel einzustufen. Für die Welle besitzt er ein harmonisches Flugbild, leichte Barkräfte und dreht schön. Mitschweben tut er auch, jedoch liegt da der Wow vorne. Dieser lässt sich wie bereits erwähnt auch beim Fahren besser "tot" stellen und zieht weniger in den Turns.

Im Freestyle macht sich der Kite sehr gut. Brandon Scheid als Pro-Wakestyler ist sicherlich ein guter Beweis für das Potenzial des Kites. Um ihm die Freestylegene zu entlocken, würde ich ihn allerdings mit kürzeren Leinen von ca. 20-22m Länge fliegen, dadurch wird der Pop explosiver und man bekommt mehr Slack auf den Kite. Außerdem würde ich mindestens für 10,5 und kleiner eine kürzere Bar mit ca. 45cm Breite empfehlen. Wie schon vom Tom bemerkt, macht es einen Unterschied ob nun breite Bar und den Kite innen anzuknüpfen oder eine kurze Bar und den Kite weiter außen anzuknüpfen. Man kann besser fühlen wo der Kite steht. Eine breite Bar innen anzuknüpfen ist auch nicht dasselbe.

Grundsätzlich bietet der Kite im Gegensatz zum C-Kite nur leichten Slack. Ich möchte hier keine Grundsatzdebatte über die persönlichen Vorlieben halten, dass z.B. eine Pulido ihren eigenen Kite als "GP" gelabelt fuhr, weil sie mehr Slack mochte als Youri mit dem Standard-GP, der sich mehr Geschwindigkigkeit und weniger Slack vom Kite wünschte und dieser nun wieder mit dem RPM glücklich ist, der merklich weniger Slack hat als der hauseigene Fuel.

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass einige Tricks einfacher mit dem HifX2 gehen, andere mit dem Envy, und es eben auf die persönlichen Vorlieben ankommt. Dabei ist der Envy wie schon erwähnt sehr berechnend, der Pop ist minimal weniger explosiv. Für Raley, R2B, S-Bend usw. ist der Envy ein super Begleiter mit einem hohen Plus im schnellen Relaunch, falls der Kite mal auf dem Wasser liegt. Bei Airpasses kann einem ein C-Kite wie der HifX2 schon helfen, außerdem ist ein C-Kite im überpowerten Bereich leichter zu passen, da macht der Envy früher zu und zieht dann unhooked nur noch. Allerdings geht dieses dann beim C-Kite klar auf Kosten der Allroundeignung.

Trimm
Der Envy ist durch seine vielen Trimmmöglichkeiten zusätzlich sehr variabel einzustellen. Grundsätzlich empfehle ich die Steuerleinen am "normalen Setting" anzuknüfpen und ggf. den Adjuster minimal zu ziehen. Das Leichtwindsetting meint es mMn zu gut und die Setuerleinen sind dann ein wenig zu kurz. Dadurch neigt der Kite dann beim leichten Wind zum Rückwärtsfliegen und muss aufmerksamer gesinust werden. Bringt keine Vorteile.

Außerdem besitzt er 3 Anknüpfpunkte an den Steuerleinen. Knüpft man den Kite am Tipende an, sind die Lenkbefehle sehr leicht. Mädels empfinden das sehr oft als angenehm, außerdem gut für die Welle und für erste Kiteloops, bei denen man sichergehen möchte, dass der Kite rumkommt. Der Kite ist so am agilsten. Bei vollem Bareinschlag bekommt man den Kite damit zum leichten "Tellern". Das mittlere Setting hat mir sehr gut gefallen. Der Kite ist agil aber man verreißt ihn im Freestyle nicht so schnell. Weiter zur Kitemitte befestigt, erhöhen sich die Lenkkräfte. Ich verfahre grundsätzlich immer so, dass ich versuche damit die unterschiedlichen Kitegrößen anzugleichen. So mache ich die LW-Kites agiler. 8-10,5 im Standardsetting und die kleineren Größen, welche ohnehin Hummeln sind, mach ich langsamer..


Ebenso hat der Kite 3 Anknüpfpunkte für die Bridle an der FT. Das Standardsetting macht fast ausnahmslos für alle Bedingungen am meisten Sinn. Im Wavesetting wandert er ein wenig weiter zum Windfensterrand, das zu bemerken grenzt allerdings schon fast an Einbildung. Im Wakestylesetting sitzt der Kite noch ein bisschen tiefer im Windfenster und man bekommt minimal mehr Slack - gerade bei Tricks mit niedrigem Kite - heraus. Dadurch wird der Ankantvorgang minimal länger. Der Kite steht allerdings nicht ganz so stabil in der Luft wie im Standardsetting und der Adjuster muss noch ein wenig mehr gezogen werden.

Fazit
Mich - mit deutlichem Fokus auf Freestyle- hat der Envy überzeugt. Vorteile wie die Unkompliziertheit eines Vierleiners, das sehr gute Lowend, und auch das Universaltalent, falls man mal in die Welle, Foilen oder Jemandem die ersten Meter mit dem Kite näherbringen möchte, punkten für mich klar. Außerdem bietet sich der Envy auch sehr gut an, falls sich mehrere Kiter (Partner usw.) mit unterschiedlichem Fahrkönnen eine Kiterange teilen. Die kleinen Abstriche zu einem klassischen C-Kite nehme ich für das gesteigerte Maß an Komfort und Allroundfähigkeit gerne in Kauf.

Geändert von Eure Herrlichkite (24.03.2016 um 12:48 Uhr).
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Alt 23.03.2016, 13:39   #2
Eure Herrlichkite
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Windrange lt. Hersteller (80kg, Standardtwintip)


Test Gleiten.tv (deutsch)

Test Real Watersports (englisch)

Test The Kiteboarder (englisch)

Kleine Session mit dem 13,5er Envy in Tarifa

Liquid Force Response Bar

- Eine Bargröße, breitenverstellbar (von 46cm auf 56cm), dieses geschieht über ein Click-Prinzip am Floater und dauert wenige Sekunden.
- Tiefes V und Single-Frontline Safety, d.h. die Frontleinen gehen direkt vom Swivel auseinander (wie Slingshot), damit kompatibel für viele 4-Leiner Kites.
- Adjuster oberhalb der Bar (im Gegensatz zur CPR-Bar) lässt sich an die jeweilige Armlänge anpassen.
- Die Bar hat 23m Leinenlänge (20m+3m Extension, gespleißte Verbindung). Die Leinen sehen stark nach Liros-Leinen aus (gleiche Dicke und gleiches Geflecht), kann ich aber nicht fundiert sagen.
- Swivel dreht leicht aus (Keramiklager).
- einfach gestaltetes, leichtes Quick-Release
- griffigerer Barbelag im Vergleich zur CPR-Bar

Zum Trim: Bei voll angezogener Bar und offenem Adjuster sind alle Leinen gleich lang.

Wichtig: Mit der Bar lassen sich sowohl alle LF 4-Leiner Kites als auch die neue LF Elite-Matte fliegen!



Beispielbild Bar (mache bei passendem Wetter noch ein paar aussagekräftigere Bilder!)

Achtung!
Es wurde ein Update zum QR unternommen!

Der Test von Gleiten.tv erfolgte noch mit altem QR, dieses kann kostenlos gegen das neue ausgetauscht werden!

Altes Quickrelease!

Test Gleiten.tv (deutsch)

Geändert von Eure Herrlichkite (30.03.2016 um 20:24 Uhr).
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Alt 24.03.2016, 12:48   #3
zournyque
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Wieder ein super Beitrag! Vielen Dank

Ich habe momentan 2014 Envys in 7 und 10.5 und überlege den 10.5 gegen einen 2016er zu tauschen. Ist der 2016 in deinen Augen genauso gut für Freestyle/Wakestyle geeignet?

Mein 15er ist ein 2015 und gefühlt in etwa gleich schnell wie der 10.5, ich habe etwas Bedenken, dass mir der 2016 zu schnell sein könnte
Außerdem steht der 2015 durch die dünnere FT und vll auch wegen der Waage gefühlt ein ganzes Stück weiter am WFR.

Ich mag das träge am 2014 Envy, dadurch verreißt man ihn nicht so leicht..
zournyque ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2016, 13:25   #4
Eure Herrlichkite
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Zitat:
Zitat von zournyque Beitrag anzeigen
Wieder ein super Beitrag! Vielen Dank

Ich habe momentan 2014 Envys in 7 und 10.5 und überlege den 10.5 gegen einen 2016er zu tauschen. Ist der 2016 in deinen Augen genauso gut für Freestyle/Wakestyle geeignet?

Mein 15er ist ein 2015 und gefühlt in etwa gleich schnell wie der 10.5, ich habe etwas Bedenken, dass mir der 2016 zu schnell sein könnte
Außerdem steht der 2015 durch die dünnere FT und vll auch wegen der Waage gefühlt ein ganzes Stück weiter am WFR.

Ich mag das träge am 2014 Envy, dadurch verreißt man ihn nicht so leicht..
Gerne, vielen Dank für die Blumen!

Verstehe was Du meinst...
Der 2014er liegt tiefer im Windfenster und ist eine Zugmaschine.

Die Unterschiede zwischen 2015 und 2016 sind marginal was Lowend, Drehfreudigkeit usw. angeht und da hat sich was die Agilität betrifft zu 2014 einiges getan. Ist also nachvollziehbar, dass dein 15er aus 2015 quasi dem 10,5er aus 2014 nahe kommt..

Die Hauptvorteile gegenüber zu 2014 sehe ich im Gewicht (wenn der Wind mal abschmiert), im verbesserten Relaunch, und insbesondere im Handling bei den größeren Kitegrößen.

Zwischen 9 und 10,5 liegen allerdings beim 2015/16er deutliche Unterschiede. Der 9er ist schneller und loopbar, sodass er einen fängt. Der 10,5 er ist langsamer, also mehr unhooked-kompatibel, hat ein sehr gutes Lowend, und geht von den Eigenschaften mehr in Richtung der größeren Kites.

Wenn Du soweit mit den Eigenschaften des 2014ers in den kleineren Größen zufrieden bist, dann spricht nichts dagegen ihn auch in 10,5 in der Range zu behalten. Interessant ist noch welche Bar (Breite, Leinenlänge) Du für ihn benutzt.

Allerdings stellt der 2016er für mich den ausgereifteren Kite dar. Verreißen tut man den 2015/16er auch nicht. Wie bereits geschrieben, würde ich ihn ab der Größe für Freestyle nicht mit der breiten Responsebar und 23m fliegen wollen, sondern entsprechend eine kürzere Bar und kürzere Leinen nehmen. Entfernt man beispielsweise die 3m Extensions von den 23m Leinen, hat man das Gefühl, dass die Servolenkung wegfällt Also kommt man deinem Wunsch nach einem subjektiv langsameren Kite entgegen. Das Free- und Wakestylegen ist auch nicht kleiner geworden. Mit entsprechendem Bar/Leinentuning kitzelt man nur mehr aus ihm raus.

Vorteil: Der Ankantvorgang wird dynamischer und schneller, der Pop explosiver, und der "Slack" nimmt zu bzw. setzt früher ein. Nachteilig geht es natürlich auf das Lowend. Nichtsdestotrotz überwiegen mMn die Vorteile von 20-22m Leinen beim Free- Wakestyle deutlich.

Geändert von Eure Herrlichkite (24.03.2016 um 20:22 Uhr).
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Alt 24.03.2016, 14:10   #5
unwantedloop
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ich habe eine frage bezüglich der leinenlänge.

ich habe 3 envys aus dem jahr 2014 und fliege alle 3 mit 23m leinen.

in zukunft möchte ich mich auf das unhookedfahren konzentrieren und übe fleißig.

momentan genieße ich das, wenn ich mal sorglos durch das windfenster lenke, mich nicht gleich der kite hinterherreißt da die wege ja schon recht lang sind.

wie macht sich das beim aushaken bemerkbar?

bekomme ich durch das auftretende durchhängen der leinen beim normalen fahren genug leinenspannung so das ich n anständigen pop bekomme oder frisst das lange durchhängen der leinen den impuls?


beste grüße
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Alt 24.03.2016, 16:14   #6
Eure Herrlichkite
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Zitat:
Zitat von unwantedloop Beitrag anzeigen
ich habe eine frage bezüglich der leinenlänge.

ich habe 3 envys aus dem jahr 2014 und fliege alle 3 mit 23m leinen.

in zukunft möchte ich mich auf das unhookedfahren konzentrieren und übe fleißig.

momentan genieße ich das, wenn ich mal sorglos durch das windfenster lenke, mich nicht gleich der kite hinterherreißt da die wege ja schon recht lang sind.

wie macht sich das beim aushaken bemerkbar?

bekomme ich durch das auftretende durchhängen der leinen beim normalen fahren genug leinenspannung so das ich n anständigen pop bekomme oder frisst das lange durchhängen der leinen den impuls?

beste grüße
Der Kite wird dadurch nicht unberechenbar. Grundsätzlich wird zwar die Verbindung zwischen Kiter und Kite direkter - sowohl in die eine als auch in die andere Richtung-, wie schon erwähnt fallen aber auch die notwendigen Lenkimpulse höher aus. Ich glaube das Gefühl einer fehlenden Servolenkung passt da ganz gut.

Kurze Leinen:
+: Direktheit, Kontrolle über den Kite, Explosivität, Slack
-: Lowend, Sprunghöhe eingehakt, Komfort

Man kann also sagen, dass sich der Ankantvorgang beim ausgehakt Springen verändert. Bei längeren Leinen ist er entsprechend länger und progressiver und der Impuls verpufft ein wenig, bei kürzeren Leinen ist ein kürzerer knackiger Ankantvorgang gefragt.

Ein kürzerer Ankantvorgang kann das unhooked springen z.B. bei kabbeligen Bedingen erleichtern.

Für die richtige Leinenlänge würde ich einfach mal experimentieren, da dieses natürlich auch davon abhängt, wie man selber ankantet.

Normalerweise würde ich zu 21-22m raten, das stellt einen guten Kompromis dar. Ich persönlich habe eine 50cm Bar mit 22m und eine 45cm Bar mit 20m für die kleineren Kites.

Geändert von Eure Herrlichkite (24.03.2016 um 16:32 Uhr).
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Alt 24.03.2016, 16:50   #7
zournyque
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Danke für die Ausführungen zum 2016, werde schaun, dass ich mal einen Test bekomme. Momentan fliege ich alle 3 Kites mit der 20" (ca 51cm) x 23m Slingshot Bar, werde mir aber jetzt wohl noch eine kürzere 17" Bar besorgen. Ich habe noch 3m und 8m Extensions benutze sie aber selten.

Meine Beobachtungen mit Extensions sind genau gegenteilig..mit langen Leinen steht der Kite bei mir tiefer im Windfenster, ich vermute das liegt an dem zusätzlichen Luftwiderstand der Leinen? Wie schaffst du es, dass er mit kurzen Leinen tiefer drin steht und warum sollte das so sein?

Mit kurzen Leinen fühlt sich der Kite für mich direkter an..alles wird etwas ruppiger, ich vermute das liegt einfach daran, dass weniger Leine zum Dehnen da ist die Kraftspitzen abfangen könnte. So ist dann wohl auch das + (Plus) an Pop/Slack zu erklären.

7er Envy werde ich langfristig glaube ich gegen einen Wow tauschen...Directional fahren macht mir zunehmend Spaß und da geht mir der Querzug des 7ers etwas auf die Nerven, allerdings wenn der 2016 7er so ist wie der 15er von 2015 tut es vll doch wieder ein Envy
Außerdem ist der 7er momentan mein Sturmkite, das wäre wieder ein Argument für den Wow? Der sollte sich dazu durch die stärkere Depower noch besser eignen oder?

Denke langfristig werde ich mir irgendwann noch einen günstigen 5er oder 6er schießen..

Geändert von zournyque (24.03.2016 um 17:06 Uhr).
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Alt 24.03.2016, 19:55   #8
Eure Herrlichkite
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Komplexes Thema mit dem Verhältnis der Leinenlänge zum Stand im Windfenster und keine einheitliche Meinung:
http://forum.oase.com/showthread.php...=leinenl%E4nge

Aber ich denke ich muss mich da wohl doch revidieren. Subjektiv hat man zwar evtl das Gefühl, dass der Kite tiefer im WF steht, da sich die Kraft der Lenkbefefehle erhöht, was jedoch hauptsächlich andere Gründe hat.

Beim Ankanten geht der Kite natürlich schneller an den Windfensterrand, was jedoch auch daran liegt dass die Verbindung zwischen Kiter und Kite kürzer ist.

Beim eingehakt Springen mit kürzen Leinen hat man weniger Querkräfte aber auch wieder weil der Kite beim Zurücklenken einen kürzeren Weg macht.

Bestimmt hat der Widerstand der Leinen auch Einfluss, aber eben auch, dass das V der Frontleinen bei kürzeren Leinen niedriger ist und sich ein anderes Verhältnis zwischen Steuer- und Frontleinen ergibt.

Insgesamt wohl viele unterschiedliche Faktoren, viel Subjektivität und schwer zu vergleichen weil man Laborbedingungen bräuchte..

Bei der Erläuterung mit den kurzen Leinen gebe ich dir absolut Recht. Böen usw werden direkter übertragen, Windlöcher leider auch, da kann ein Kite mit längeren Leinen doch meist mehr Wind abgrasen und leichter durch Windlöcher hindurchfliegen.

Das Ankanten baut schneller Druck auf, jedoch entsteht auch eine Wechselwirkung und das Zusammenfallen/Kollabieren des Kites, welches den Slack erzeugt, ist wiederum früher und ausgeprägter an der Bar bemerkbar.

Testen der Kites gerne bei mir im Raum Norddeutschland möglich, ansonsten bieten sich bestimmt auch diverse Testmöglichkeiten an.

Ja, der Wow als kleiner Kite ist wirklich eine Überlegung wert. Der Envy hat zwar deutlich bessere Unhookedeigenschaften. Der Wow verliert beim Zufahren auf den Kite sehr viel Druck, dieses ist bedingt durch seine Konzipierung für die Welle, dadurch verpufft allerdings viel Pop wenn man dann wieder ankantet und das "Rauspoppen" ist nicht so berechnend wie beim Envy, sondern eher eine Wundertüte. Diese Eigenschaft, die effektive Depower durch Wegschieben der Bar (man will ja nicht strapless im Turn übers Board gezogen werden), macht ihn im Highend noch ein wenig entspannter zu fahren.

Außerdem springt sich der Wow im absolut überpowerten Bereich mit Kiteunterstützung sehr gut und noch ein bisschen leichter und ich würde behaupten auch minimal höher als der Envy, da er beim Zurücklenken des Kites weniger Querkräfte aufbaut die einen über die Kante ziehen könnten und von der Sprungtechnik her nicht so weit zurückgelenkt werden muss wie bspw. ein C-Kite

Geändert von Eure Herrlichkite (24.03.2016 um 20:24 Uhr).
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Alt 25.03.2016, 14:12   #9
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Danke ich bin echt gespannt darauf den Wow zu testen. Meistens fahre ich den 7er bei böigem Sturmwind, an Aushaken ist da auf meinem Niveau noch nicht so recht zu denken.

Braucht man in deinen Augen bei 75kg noch einen kleineren Kite als Ergänzung zum 7er Wow?

Ich habe auch schon über 6-9-15 nachgedacht...15 und 10.5 überlappen sich für mich mehr als genug, aber der 10.5 ist meine Lieblingsgröße, ich befürchte insbesondere nachdem was du oben geschrieben hast, dass mir der 9er zu rasant wird. Naja ich hoffe meine Freundin ist bald so weit, dass sie ihren eigenen Kite braucht, dann kann sie gaanz uneigennützig einen 9er Wow bekommen

Zitat:
Zitat von Eure Herrlichkite Beitrag anzeigen
Bestimmt hat der Widerstand der Leinen auch Einfluss, aber eben auch, dass das V der Frontleinen bei kürzeren Leinen niedriger ist und sich ein anderes Verhältnis zwischen Steuer- und Frontleinen ergibt.
Wie meinst du das? Das V ist doch immer knapp über der Bar, ist ja ein V und kein Y? Was sich etwas verändern sollte ist der Winkel des V-s je kürzer die Leinen desto breiter wird es aufgespreizt.

Größter Unterschied für mich mit den langen Leinen ist das man an Manchen Spots insbesondere mit Abdeckung den stärkeren Wind oben abgrasen kann und dass man eben durch die längeren Wege im Windfenster dem Kite mehr Zeit zum Beschleunigen / Kraft entwickeln gibt, so kann man bei Grenzbedingungen beim Sinussen noch mit etwas weniger Wind fahren.
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Alt 25.03.2016, 14:28   #10
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Zitat:
Zitat von zournyque Beitrag anzeigen
Wie meinst du das? Das V ist doch immer knapp über der Bar, ist ja ein V und kein Y? Was sich etwas verändern sollte ist der Winkel des V-s je kürzer die Leinen desto breiter wird es aufgespreizt.
Genau, vielleicht unverständlich ausgedrückt. Je nach Länge der Leinen ist der Winkel zwischen den Front- und Steuerleinen anders. Bei kürzeren Längen, wie Du schon sagst, aufgespreizter. Dadurch ergibt sich natürlich auch eine andere Zugwirkung der Leinen auf den Kite. Das V drückt das Profil vom Kite an kürzeren Leinen mehr zusammen. Das hat bestimmt wieder Einfluss auf den Stand im WF, Höhelaufen, usw. 20m V ist eben anders als 23m mit Y auf 3m ist eben anders als 23m V.

Zitat:
Zitat von zournyque Beitrag anzeigen
Größter Unterschied für mich mit den langen Leinen ist das man an Manchen Spots insbesondere mit Abdeckung den stärkeren Wind oben abgrasen kann und dass man eben durch die längeren Wege im Windfenster dem Kite mehr Zeit zum Beschleunigen / Kraft entwickeln gibt, so kann man bei Grenzbedingungen beim Sinussen noch mit etwas weniger Wind fahren.
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Alt 25.03.2016, 14:35   #11
zournyque
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Danke - Könntest du noch etwas zu meinen Größenüberlegungen schreiben?

Rechnen wir mal etwas...

Nehmen wir das Ganze als gleichschenkliges Dreieck an:

Geht man von einem Abstand der Anknüpfpunkte oben am Kite von 3.5m und Leinenlänge von 20m aus ist der Winkel ca 10.04°

erhöhen wir nun die Leinenlänge auf 23m schrumpft der Winkel auf 8.73°

Wir haben also eine Winkeländerung um knapp 13%, wäre spannend ob man das wirklich spüren oder nur messen kann.
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Alt 25.03.2016, 14:43   #12
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Wenn Du häufiger bei weniger Wind unterwegs bist und das Unhookedfahren weiter nach vorne bringen willst, dann 15 und 10,5. Dann hast Du dort 2 Kitegrößen die super harmonieren. Gerade am Anfang sollte man unhooked nicht so große Sprünge in der Range haben, damit man sich mehr im "Wohlfühlbereich" bewegt. Der Sprung von 15 auf 9 wird sportlich (da macht der 13,5er zum 9er mehr Sinn).

Es entsteht natürlich eine Lücke zwischen 10,5 und 7. Wenn es für dich so momentan gut funktioniert, bleib dabei. Der 7er hat zwar ein gutes Lowend - ließe sich dann mit dem Waveboard früh fliegen - und als kleinster Kite ist der bei 75KG auch gut, allerdings wechselt man nicht von "Wohlfühlbereich" zu "Wohlfühlberich". Ideal wäre sicherlich fürs Binnenland 8 (WOW)/10,5/15 und evtl. mal einen günstigen 6er dazu.
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Alt 25.03.2016, 14:58   #13
zournyque
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Ja 15 10.5 harmoniert für mich bisher ziemlich perfekt.
Den 10.5 kann ich von ca 17-25 Knoten gut aushaken, darüber wird er mir zu hart..

Der 7er geht für mich zum aushaken von ca 22-30 gut, wenn ich den fliege meistens böigen Sturmwind und tue es eh nicht...Allerdings wollte ich mir vll mal Brasilien anschauen, da wäre der 10.5 dann wohl zu groß und ich könnte auch mal mit dem 7er ernsthaft ans Aushaken denken. Fragen über Fragen

Geändert von zournyque (25.03.2016 um 15:34 Uhr).
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Alt 30.03.2016, 16:24   #14
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Ein gelungener Test von Gleiten.tv! Deckt sich mit meinen Erfahrungen!

http://gleiten.tv/index.php/video/ac...2250/page/345/
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Alt 08.08.2017, 10:01   #15
Ascended
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Ich flieg noch ne 2013er Envy-Rang in 7,9,12

Wie groß ist denn da so der Unterschied zum 2016er? Vor allem in Sachen Lift/Hangtime, Pop und release. Ist die Depower immer noch so effektiv?

Würde zukünftig auch gern häufiger Kiteloops machen. Mach die bis jetzt nur in Transition-Jumps. Die 2-3mal wo ichs mitn 9er auch im normalen Sprung probiert hab bin ich nachn Loop wie nen Stein vom Himmel gefallen. Kp obs an meiner Technik oder dem Schirm liegt.
Geht der 2016er besser zum loopen?
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Alt 08.08.2017, 14:03   #16
SYHR
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der 2016er loopt definitiv ganz gut! je nach trimm und bareinschlag von ganz eng bis ordentliche radien mit querversatz...
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[G] komplette Range 2011er Liquid Force Envy: 7.0; 9.0; 12.0; 15.0 Flysurferjens Archiv - Kitesurfen [B] 3 15.07.2011 23:11


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