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Alt 20.10.2018, 22:15   #357
switch
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Zitat:
Zitat von Jan:)! Beitrag anzeigen
Du zitierst ja oben selber:

Er sagt genau das Gegenteil, nämlich dass die "Klimasensivitaet" eben kein Parameter in den aktuellen Klimamodellen ist.
na ja, ne, Gegenteil nicht. Zunächst mal ist es ja real definiert ein Parameter, weil man es als festen Wert beschreibt, den man schätzt
Also Strahlungsantrieb (W/m^2) x Klimasensivität (Km^2)/W) = Delta (Globale) Temperatur (K)

Es ist also eigentlich eine Größe die man als Funktion, Gleichungssystem, was auch immer sehen kann. Sie wird wohl in einfachen Systemen als Schätzwert (Parameter) genommen, da man sie halt nicht bestimmen oder berechnen kann (viel zu kompliziert).

Wenn man sie nun als emergente Eigenschaft des Erdsystems betrachtet, definiert man damit, dass man keine Voraussagen machen kann, da man Emergenz nicht voraussagen kann.

Natürlich kann man mit Proxies oder sonstigen Vergangenheitssimulationen dann irgendwas in die Zukunft projezieren. Das ist aber eben der Punkt der schon auf Seite 1 des Threads angesprochen wird: das ist so sinnfrei wie Alexa vorhersagen lassen, was du morgen einkaufen musst.




Wenn man nun die aktuelle Forschung der Klimawissenschaft zusammenfassen will, kann man das so darstellen:

Strahlungsantrieb (W/m^2) x Klimasensivität (Km^2)/W) = Delta (Globale) Temperatur (K)

heisst:

Globale Erderwärmung bei einer Verdopplung der CO2 Konzentration = 2 * [emergente nicht vorhersagbare Eigenschaft des Erdystems im Wertebereich von 0,1 bis 10]

Um nun eine nicht vorhersagbare "emergente" Eigenschaft einzugrenzen nimmt man zb vereinfacht einfach eine Zufallsverteilung (gaußsche Normalverteilung) an. Für einen Wertebereich von 0,1 bis 10 ergibt dies dann zb als Ergebnis, dass mit 95% Wahrscheinlichkeit der Wert der emergenten Eigenschaft immer oberhalb von 1,6 liegt.

Fertig. Schon ist "wisschenschaftlich" nachgewiesen, dass die menschengemachte Erderwärmung mit 95% Wahrscheinlichkeit bei mind. 3,2°C liegt, wenn man die CO2 Konzentration verdoppelt.




Um das auszurechnen, wurden jetzt praktisch Millionen an Forschungsgeldern ausgegeben.

Geändert von switch (22.10.2018 um 11:54 Uhr).
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