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Alt 20.08.2016, 19:27   #7
ripper tom
Salzburg
 
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Trimm:

Ein Plus der Slingshotbar ist die Qualität der Leinen (die direkt in den USA für Slingy produziert werden). Die Frontlines sind etwas dicker als die Backlines,
somit wird die unterschiedliche Zugbelastung (Frontlines 70% , Backlines 30 %) ausgeglichen.

Leinenkontrolle:
Eine Backline mit der Schlaufe jeweils an einer Frontline die einen Knoten hat, zusammenschlaufen und einen Schraubendreher durchstecken.
Adjustertampen der Sentinel Bar (Adjuster oben) komplett aufmachen, Adjustertampen der Guardian Bar (Adjuster unten)komplett aufmachen (Tampen 1-2cm gezogen lassen) und Bar anpowern alle 4 Leinen müssen gleich lang sein.

Leinen recken/angleichen:
Dazu das Ende einer einzelnen Leine an einem Baum/Masten etc. festmachen und an der Bar mehrmals ordentlich ziehen bis die gewünschte Länge erreicht ist. Die Leine ca 3cm länger recken weil sich die gereckte Leine nach einiger Zeit wieder etwas zurückzieht! Das Ganze ist eine sehr einfache und wirkungsvolle Methode um die Leinen wieder anzugleichen.









Fuel und RPM Allgemein:
Sie haben breite Tips, wenn man nach oben schaut sollen die Tips 10 Grad nach innen stehen. Bei der Guardian Bar (Adjuster unten) sollte der Tampen immer ca. 2cm gezogen sein um ihn besser greifen zu können.

Turbine, Rally Allgemein:
Diese Kites haben keine breiten Tips, hier muss man anders vorgehen um das max. Lowend auszuloten:
Am besten bei 10 Knoten an Land, alle 4 Leinen auf den längsten/letzten Knoten hängen u. die Bar anpowern, jetzt dürfen die Backlines so lange kürzer gehängt werden bis der Kite in den Backstall geht, tut er das, Backline wieder um 1 Knoten länger hängen.

Einen überzogenen Kite (Backlines zu kurz) merkt man auch wenn sich der Kite bei wenig Wind nicht mehr rund sinusen lässt und er sich beim Hochfliegen schwer tut, also eckig dreht.


RPM 2012 u. älter:
Alle 4 Leinen gleich lang anknüpfen, ausgenommen 7+12er RPM da müssen die Frontlines 1 Knoten kürzer gehängt werden damit er nicht in den Backstall geht (wurde 2013 behoben).

RPM 2013 & 2014:
Alle 4 Leinen gleich lang anknüpfen

RPM 2015 / 2016 / 2017:
Frontlines auf den letzten/längsten Knoten hängen.
Backlines auf den kürzesten Knoten hängen!

Ist der RPM gut 1 Jahr alt und schon etwas geflogen die Frontlines auf den längsten/letzten u. die Backlines auf den mittleren Knoten hängen.
Grund: Auf den Frontleinen ist 70 % Zug, die Bridles samt Befestigung am Kite geben etwas nach.

Nur so hat der RPM das maximale Lowend (ohne Backstall) und seine Direktheit.
Würde man alle auf "gleich lang" hängen fliegt man einen gedepowerten / indirekten Kite.

Fuel 2014, 2015, 2016, 2017:
Für maximales Lowend ohne Backstall bei 11+13qm > Backlines 1 Knoten kürzer als die Frontlines hängen.
Bei 9 u. vor allem 7qm > Backlines 2 Knoten kürzer als die Frontlines hängen.

Turbine 2012 & 2013:
Für max. Lowend ohne Backstall die Backlines 2 Knoten kürzer als die Frontlines hängen.

Turbine 2014, 2015, 2016, 2017:
Alle 4 Leinen gleich lang anknüpfen, würde man ihn kürzer anknüpfen zieht er zu wenig Höhe.

Turbine 2017 Größen 13qm und kleiner:
Alle 4 Leinen gleich lang anknüpfen, ganz schwere Brocken können die Backlines noch einen Knoten kürzer hängen

Rally 2012 bis 2017:
Alle 4 Leinen gleich lang anknüpfen

Wave SST:
Alle 4 Leinen gleich lang anknüpfen

Barkräfte, Drehgeschwindigkeit, Wakesyle, Loops:

An den schwarzen Schlaufen für die Backpigtails werden die Barkräfte, Drehgeschwindigkeit, Loops und Wakesyle-Eigenschaften eingestellt.
Richtung Fronttube: Höhere Barkräfte, langsameres Drehen.
Richtung Tubeende: Weniger Barkräfte, schnelleres Drehen.
Für Loops ganz nach aussen für schnelles drehen hängen, echte Wakestyler nehmen gerne eine mittlere Schlaufe damit der Kite bei Passes nicht so schnell reagiert.
Normale Freerider und Wavekiter hängen ganz nach Aussen damit der Kite schneller dreht u. weniger Barkräfte bekommt.




Freeride & Wakestyleanknüpfung > RPM:
Hängt man die Frontbridles an der Fronttube auf "Wakestyle", halbieren sich fast die Barkräfte.
Meine RPM`s (ausgenommen 14qm) fliege ich für Handlepasses auf Wakestyle, der Kite wird träger u. neigt weniger zum Verlenken.
Damit hat der Kite mehr Popp, mehr Zugabbau und etwas mehr Lowend, da er ein bisschen weiter im Windfenster steht, dadurch hat er aber auch etwas weniger Depower.
Für Loops hänge ich den Kite auf Freeride damit er schneller dreht/reagiert. Einige Italy Teamrider loopen im Wakestyle Modus, damit die Loops noch radikaler werden...

Freeride & Wakestyleanknüpfung > Fuel:
Fuels fliege ich nur im Freeridemodus, hier hat er für mich mehr als genug Wakestyleeigenschaften.




Andere Kites an einer Slingshotbar:
Einfach die serienmäßigen Pigtails am Ende der Slingshotleinen ganz abmachen oder die Pigtails vertauschen, es sind sehr viele Varianten möglich.






LG Tom

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Geändert von ripper tom (21.02.2017 um 10:53 Uhr).
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