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Vollständige Version anzeigen : Produktvorstellung 2009 Hi-Fi


Neyer
20.04.2009, 17:34
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Meinungsbericht vom Hi-fi 2009 (http://www.united-ocean-sports.de)


Vorwort

Die Firma Liquid Force ist schon seit langer Zeit ein Urgestein des Wakeboardsektors und kann dort mit Qualität und großer Produktpalette punkten. Doch nicht nur jedem Wakeboarder sollte diese Marke ein Begriff sein. Nein! Mittlerweile ist die Firma auch im Kitesport nicht mehr wegzudenken und überzeugt hier wie gewohnt und bietet für jede Sparte des Kitesports ein passendes Produkt.

Der Kite

Liquid Force versucht unter anderem den Wakestyle im Kitesport zu verbreiten. Der im Folgendem vorgestellte Kite ist eines der Aushängeschilder für Newschool . Das Konzept beruht auf einem 5-Leiner Hybridkite mit C-Genen.

Der Erste Eindruck

Frisch aus dem Bag und aufgepumpt hat man ein beeindruckendes Ding vor sich stehen. Zuerst das für mich herausragende Design. Ich habe selten einen so schönen Kite vor mir liegen gehabt.

Der Hi-fi ist im Gegensatz zu anderen C-Schirmen eher gedrungener. Dafür ist die Profiltiefe ausgeprägt, besonders im Centerbereich. Bei der Verarbeitung wurde nicht gegeizt: Die Tubes sind sehr stabil verarbeitet und an den wichtigen Stellen nochmals verstärkt. Die Nähte sind in bester Güteklasse ausgeführt (Siehe Bilder zum Schluss von der Quertube). Die Zeitalter von platzenden Fronttubes sollten damit endlich vorbei sein (solange keine spitzen Gegenstände in die Quere kommen).

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Beim Aufpumpen ist einem das sehr gut funktionierende One-Pump System behilflich (siehe Bilder am Ende des Berichtes). Im Lieferumfang gibt es zusätzlich noch Schlauchklemmen um die Quertubes von der Fronttube abtrennen zu können, falls es mal zu Schäden an einer Tube kommt, geht einem somit nicht die komplette Luft verloren.

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Nach dem Aufpumpen sieht man sehr schön das tiefe Profil, genau wie die Diamond Wing Tips, die einen super einfachen Bow Relaunch über Zug einer Steuerleine ermöglichen.

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Das Bag ist hübsch, durchaus funktionell und großräumig. Wenn man also mal den Kite nicht auf das geringste Packmaß quetschen will, braucht man keine Sorge haben, dass er nicht reinpasst. Die Bar und die Pumpe lassen sich befestigen und oben in der Kappe ist noch Stauraum für Schrauben, Windmesser, Pigtails und sonstigen Kleinkram.
Die Bar wird direkt ohne Waage oder sonstige Leinen an den Kite angeknüpft. Die Anknüpfungen sind wieder zwischen C und hybride Niveau ausgelegt. Die Backleinen werden ganz normal am Ende des Tipps befestigt, im Gegensatz zu den Frontleinen, die ihren Befestigungspunkt kurz oberhalb am Knick der Frontube haben.

Der letzte Punkt wird bei einigen der Grund sein ihn als C untypisch zu bezeichnen. Dieses ist aber definitiv nicht so! So gut wie alle Hersteller versehen ihre C-Kites dieser Kategorie mit abgeknickten Fronttubes und bringen die Anknüpfpunkte der Fronleinen neuerdings oberhalb an um an Depower gewinnen zu können.

Die 5te Leine teilt sich kurz vor dem Kite in 4 Leinen auf und ist an verschiedenen Punkten an der Frontube befestigt. Schon bei dem 08er Hifi hat dieses System wahre Wunder bewirkt und wurde zum Jahr 09 weiterhin verbessert. Diese Ringsrumbefestigung der 5 an der Tube bewirkt, dass der Hi-fi bei Kiteloops jeglicher Art sein komplettes Profil
beibehält. Diese Performance ist allerdings nur abrufbar in dem die 5te Leine auf Spannung gehalten wird.

Die Bar:

Die Bar ist einfach und funktionell gehalten und hat sich im Vergleich zu dem 2008 Modell kaum verändert. Es gibt keine Elemente, die stören oder behindern könnten. Sie ist mit einem sehr leichtgängigen ,,Below the Bar"- Adjuster ausgestattet, welcher sich direkt am Chickenloop befindet. Die 5. Leine endet mit einem Oh-Shit-Handle bei den Frontleinen. Als Safetyoptionen gibt zum einen die Depowersafety Die Leash wird also einfach in den Adjustergriff eingehängt. Im Notfall oder beim Loslassen der Bar (unhooked), wird der Kite maximal - am Stopper vorbei - depowert. Die 2. Option ist ein Oh-Shit-Handle an einer Backline: Die Leash wird dort eingehängt und im Notfall stürzt der Kite druckfrei an einer Backline ab. Die 3. Möglichkeit ist die 5. Leine. Dort eingehängt weht der Kite komplett aus und lässt sich auch relaunchen. Ein komplettes Ausdrehen der Bar ist bei der 2. und 3. Möglichkeit nicht möglich. Einen Swivel besitzt die Bar ebenfalls nicht - zu Gunsten des ,,Keep it simple" wurde darauf verzichtet, anstatt einen zu haben der eh nicht funktioniert. Wer also zu faul ist Fronts und Backs zu springen/üben muss leider wohl selber nachrüsten. Der Chickenloop ist riesig und passt sich automatisch in die Bar ein - hier wurde wieder an die Unhooked- Fraktion gedacht. Der Chickendick ist super flexibel und lässt sich leicht und schnell rausschnippsen. Wie ich finde ein super Teil, denn nicht selten habe ich mich beim Ein- und Aushaken mit zu steifen Chickendicks rumgequält.
Das Quickrelease ist einfach, funktionell und lässt sich sehr einfach auslösen. Für meinen Geschmack dieses Jahr zu einfach. Das ist auch so ziemlich einer der einzigen Kritikpunkte. Auf der anderen Seite lässt es sich sogar auf dem Wasser wieder zusammenbauen. Vom Hersteller wird empfohlen es öfters zu reinigen, sonst könnte es schwergängig werden!

Flugeigenschaften

Jetzt ist es endlich soweit und wir kommen zum eigentlichen Teil – dem Flightcheck. Der Kite fliegt super leichtgängig. Man kann sagen, dass sich jede Größe um einige Quadratmeter kleiner anfühlt.
Durch seine flinke und super direkte Art merkt man gleich, dass er die Bewegung liebt, etwas anders als z.B. der Session Bow Kite aus der Liquid Force Familie. Der Hi-fi dreht bei seinen Turns sauber über den Tip wie man es von einem C Profil gewöhnt ist. In diesen Bewegungen entwickelt er dann auch ordentlich Kraft, welche bei Kiteloops letztendlich richtig für Querbeschleunigung sorgt. Man merkt also sofort, dass es sich wirklich um eine Sportskanone handelt.
Eine wesentliche Neuerung dieses Jahr ist, dass der Hi-fi sich mittlerweile schon fast komplett über die Depower ausbremsen lässt. Der Kite ist sogar soweit depowerbar, dass es schließlich zum on- off-Effeckt kommt und der Kite wie ein Bow vom Himmel stürzt. Deswegen sollte der nicht komplett blockierende Stopper recht mittig positioniert werden.

Die Lenk und Haltekräfte fallen ganz nach Wunsch der Wakestyler etwas höher aus, da genau diese Eigenschaften von radikaleren Ridern gefordert werden. Die Haltekräfte liegen auch im Mittelfeld wodurch der typische C-Kite Flair vermittelt wird: Sportlich und direkt: Wie ein Formel-1 Rennwagen.

Der Absprung ist mit etwas Druck auf der Kante leicht zu finden. Kite von 10 auf 12 Uhr und ab geht es. Der Lift fällt üppig aus und fließt über in eine für einen C-Kite gewaltige Hangtime. Hier kommen also auch Oldschooler auf ihre Kosten, die unter anderem den Komfort von genügend Depower nicht mehr missen möchten.
Im Punkto Lowend wurde auch einiges getan. Das 09er Modell geht nun merklich eher los als sein Vorjahresmodell. Ich persönlich hatte mit 70 kg, 15qm, und kleinem Board schon ab 12 Knoten Spaß auf dem Wasser (siehe Bilder zum Schluss) die später auf 14-15 Knoten auffrischten. Mit einem Liquid Force Wlf sollten auch die 10 Knoten schon ausreichen.
Höhelaufen ist bei dem 15er Modell, wie bei fast allen großen C-Kites nicht die Parade Disziplin. Mit ein wenig Druck im Schirm aber kein Problem. Dieses "Manko" gilt allerdings nur für den 15er.
Allerdings ist dieses Problem wiederum ein Vorteil für Newschool Fans. Der Kite steht tief im Windfenster und generiert dadurch enormen Pop, wie ich es noch nie bei einem C-Kite spüren konnte. Jedem Newschooler kann ich nur empfehlen den Kite unhooked zu fahren aber Vorsicht, Suchtgefahr!

Falls ein unhooked Move mal misslingt, ist das überhaupt kein Problem. Der Relaunch gestaltet sich nicht mehr so kniffelig wie es bei anderen C-Kites noch ist. Durch Zug einer Steuerleine startet er wie von selbst und verhält sich in dieser Disziplin wie ein Bow . Sollte er dann mal auf den Rücken fallen, in die Belly up Position, hilft ein leichtes Rucken an den Frontleinen und er lässt sich problemlos über zusätzlichen Zug einer Steuerleine relaunchen.

Fazit
Die Unterschiede zum Vorjahresmodell liegen in der deutlichen Verbesserung des Lowends und des gesamten Einsatzbereiches. Die Depower wurde enorm gesteigert ohne Performanceeinbußen in der Sportlichkeit. Diese spiegelt sich besonders in der weitere Verbesserung der unhooked Performance.
Doch auch die Oldschooler werden den Kite zu schätzen wissen. Alles in allem wieder ein gelungenes Produkt welches für Komfort liebende Aufsteiger und Könner die erste Wahl ist.

hier auch nochmal ein schönes Video über den Kite

http://www.youtube.com/watch?v=cfIpbCjeoIU

http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/4et8r3.jpg http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/wlyl5f.jpg



http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/s7kzih.jpg http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/ai7x6k.jpg



http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/ddu34.jpg http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/yoshfo.jpg



http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/nwkie6.jpg http://www.pic-upload.de/thumb/20.04.09/a66mz.jpg






Link http://www.united-ocean-sports.de/

Kiter-Yak
23.04.2009, 12:03
Erstmal Danke für den Bericht Marc!

Als kleine Ergänzung was die Amwindeigenschaften angeht.

Die Hi-Fi`s haben zwei Trimm Optionen an der 5.-Line, Freestyle und Freeride.
Sobald ich auf Freeride anknüpfe, zieht gerade der 15er extrem im unteren Bereich an den Windfensterrand und behält den Druck bei.

So konnte ich bei gerade mal 12-14 Knoten max. mit dem 135x41,5 Concept ohne Probleme höhefahren und das bei derzeit 115 Kilo.
Sobald der Wind über 15 Knoten geht sollte man/frau auf Freestyle anknüpfen. Lift und Hangtime wird dann auch eingefleischte Bow-Freaks begeistern.

Privat fahre ich die Hi-Fi`s nun auch und mußte feststellen, dass ich seit jahren noch nie so zufrieden war mit einem Kite. Klasse Arbeit LF. Thank`s

Andreas

joern
02.05.2009, 10:15
seid ihr auch schon mal den 7er (2009) geflogen?

der 7er hat einen relativ grossen drehradius. kam mir dadurch ziemlich langsam vor. hab mich nur gewundert, weil man immer nur liest, dass die hifi's so schnell sein sollen. ist der 7er etwa anders?

Kiter-Yak
02.05.2009, 13:15
Jede Grösse wurde so entwickelt, dass wenn man z.B. von 12 auf 7 wechselt sich sofort wohlfühlt bzw. keine Eingewöhnung braucht.
Egal ob 15 oder 9, die Hi-Fi`s kann man auf den Punkt drehen.
7er konnte ich leider bei dem beschi..... :( Frühjahr noch nicht fahren.

Grüsse
Andreas www.united-ocean-sports.de