CuxKiterWolfgang
17.05.2004, 11:28
Endlich! Am Wochendende konnte ich alle meine Größen fahren (18/14/10), jede ungefähr 3 Std., alle im unteren bzw. mittleren Einsatzbereich, d.h. die Erfahrung bei Überpower (also Einsatz in voll depowertem Zustand) fehlt mir noch. Ich bin übrigens kein Teamrider, auch nicht gesponsored und bin - obwohl ich schon länger Gaastra-Kites fahre - und auch nicht auf einen Hersteller festgelegt. Es gibt seit 2003 und besonders in diesem Jahr viele sehr gute Kites, und eine ganze Reihe davon kämen auch für mich in Frage. Ich vergleiche meine Eindrücke mit dem GXR03, eigene Erfahrungen mit 04er Modellen anderer Hersteller habe ich nicht.
Beim 18er hatte ich mir erhofft, dass er die Handvoll mehr Power hat, die ich mir beim 16.5er GXR manchmal gewünscht hatte. Allerdings sollte er trotzdem nicht weniger beweglich sein als der 16.5er. Deshalb war ich auf den 18er besonders gespannt, und habe mit Erleichterung festgestellt, dass meine Erwartung eingetroffen ist! Die Beweglichkeit ist wirklich mit dem 16.5er vergleichbar, nicht mit dem 19,5er. Ich bin den Kite bei ca. 10 - 14 Knoten gefahren, wobei ich bei ca. 10 Knoten mit meinem 140x35.5er bereits Höhe halten konnte - was will ich mehr! Dazu muss man allerdings sagen, dass das Board eine sehr geringe Aufbiegung und wenig Flex hat, und dass mein Gewicht 76 kg beträgt. In Böen muss man sich darauf einstellen, dass man ganz schön in die Kante keulen muss (oder ich jedenfalls mit dem Board und dem Gewicht), um den 18er auf Kurs zu halten, was bei der Größe des Monsters und der damit verbundenen Dicke der Front-Tube nicht überrascht. Noch was: Mein Augenmaß kann mich täuschen, aber wenn man das Ding so auf dem Strand liegen hat, scheint 18 qm eher Understatement als Übertreibung zu sein.
Den 14er bin ich bei ca. 14-16 Knoten geflogen, den 10er bei ca 16 - 23 Knoten. Der 14er fliegt sich erwartungsgemäß komfortabel und entspannt, der 10er ist schon richtig schnell (schneller muss es für mich nicht sein!). Man muss öfter als bei den anderen Größen nach ihm schauen, dann ist er wunderbar entspannt zu fahren.
Aufgefallen ist mir bei allen Größen (und ganz besonders beim 14er), wie gut ich Höhe ziehen konnte, und dann ist natürlich auch gut Speed zu machen. Den Speed kann man wiederum gut zum Springen brauchen, denn hier ist saubere "lehrbuchmäßige" Technik gefragt, nach der Formel: Sprungergebnis = Überpower im Kite x Speed x Kanteneinsatz. Ich hatte nicht so die Überpowerbedingungen für den ersten Faktor in der Formel, aber ein paar Mal konnte ich schon einen Eindruck davon bekommen, was sprungmäßig im Stealth steckt, und wie schön langsam man dann wieder runtersegelt, und das bei allen Größen!
Turning Speed ist gut, die Turning Power ist angenehm, hat nicht die Tendenz des Wegreißens. Was der Kite nicht mag, ist wenn man ihn z.B. bei einem Turn zu weit aus dem Wind raus fährt, dann droht ein Rückwärtsstall - das kommt unter solchen Umständen aber wohl in den besten Familien vor. Ist mir einmal aus Unachtsamkeit passiert, konnte ich aber noch über der Wasseroberfläche abfangen. Die Lenkkräfte sind übrigens gering, er ist aber nicht übersensibel, d.h. man muss schon richtige Impulse geben, damit er sich bewegt. Die Ausstattung und Verarbeitung macht einen guten Eindruck, aber wie gut die Qualität wirklich ist, ob Tubes und Ventile halten, ob es irgendwo Verschleiß gibt - das wird man erst nach längerem Einsatz sagen können. Die bekannte Rotationsbar hat beim Staelth einen weichen Belag bekommen, die man auch ohne Schwielen an den Händen "anfassen" kann. Das QR ist durch eine veränderte Führung der kleinen Pin-Schlaufe so verändert worden, dass die Auslösung auch unter Last ganz leicht gehen soll. Ich kann zur Funktion aus eigener Erfahrung jedoch nichts sagen, weil ich den Wichard grundsätzlich für das am besten funktionierende und am schnellsten auslösbare QR halte und nur diesen verwende.
Zum Wasserstart kann ich nichts sagen, weil ich die Kites nicht ohne Not nassmachen wollte. Ich würde hier keine Besonderheiten erwarten, was soll schon sein: 10er und 14er easy, 18er nicht so easy. Aber: Für diejenigen, die diese Frage sehr wichtig finden, ist der Stealth möglicherweise sowieso nicht der richtige Kite! Denn: Der Stealth ist nach meinem Eindruck nämlich nicht mehr ganz so der Allrounder wie der GXR03 im Sinne einer Intermediate/Hochleister-Kombination, sondern eher ein Allrounder im Sinne einer "new school"/Hochleister-Kombination... Soweit mein allererster Eindruck, bin jetzt gespannt darauf, wie meine Erfahrungen im oberen Einsatzbereich sein werden.
[ 19. Juni 2004, 08:04: Beitrag editiert von: CuxKiterWolfgang ]
Beim 18er hatte ich mir erhofft, dass er die Handvoll mehr Power hat, die ich mir beim 16.5er GXR manchmal gewünscht hatte. Allerdings sollte er trotzdem nicht weniger beweglich sein als der 16.5er. Deshalb war ich auf den 18er besonders gespannt, und habe mit Erleichterung festgestellt, dass meine Erwartung eingetroffen ist! Die Beweglichkeit ist wirklich mit dem 16.5er vergleichbar, nicht mit dem 19,5er. Ich bin den Kite bei ca. 10 - 14 Knoten gefahren, wobei ich bei ca. 10 Knoten mit meinem 140x35.5er bereits Höhe halten konnte - was will ich mehr! Dazu muss man allerdings sagen, dass das Board eine sehr geringe Aufbiegung und wenig Flex hat, und dass mein Gewicht 76 kg beträgt. In Böen muss man sich darauf einstellen, dass man ganz schön in die Kante keulen muss (oder ich jedenfalls mit dem Board und dem Gewicht), um den 18er auf Kurs zu halten, was bei der Größe des Monsters und der damit verbundenen Dicke der Front-Tube nicht überrascht. Noch was: Mein Augenmaß kann mich täuschen, aber wenn man das Ding so auf dem Strand liegen hat, scheint 18 qm eher Understatement als Übertreibung zu sein.
Den 14er bin ich bei ca. 14-16 Knoten geflogen, den 10er bei ca 16 - 23 Knoten. Der 14er fliegt sich erwartungsgemäß komfortabel und entspannt, der 10er ist schon richtig schnell (schneller muss es für mich nicht sein!). Man muss öfter als bei den anderen Größen nach ihm schauen, dann ist er wunderbar entspannt zu fahren.
Aufgefallen ist mir bei allen Größen (und ganz besonders beim 14er), wie gut ich Höhe ziehen konnte, und dann ist natürlich auch gut Speed zu machen. Den Speed kann man wiederum gut zum Springen brauchen, denn hier ist saubere "lehrbuchmäßige" Technik gefragt, nach der Formel: Sprungergebnis = Überpower im Kite x Speed x Kanteneinsatz. Ich hatte nicht so die Überpowerbedingungen für den ersten Faktor in der Formel, aber ein paar Mal konnte ich schon einen Eindruck davon bekommen, was sprungmäßig im Stealth steckt, und wie schön langsam man dann wieder runtersegelt, und das bei allen Größen!
Turning Speed ist gut, die Turning Power ist angenehm, hat nicht die Tendenz des Wegreißens. Was der Kite nicht mag, ist wenn man ihn z.B. bei einem Turn zu weit aus dem Wind raus fährt, dann droht ein Rückwärtsstall - das kommt unter solchen Umständen aber wohl in den besten Familien vor. Ist mir einmal aus Unachtsamkeit passiert, konnte ich aber noch über der Wasseroberfläche abfangen. Die Lenkkräfte sind übrigens gering, er ist aber nicht übersensibel, d.h. man muss schon richtige Impulse geben, damit er sich bewegt. Die Ausstattung und Verarbeitung macht einen guten Eindruck, aber wie gut die Qualität wirklich ist, ob Tubes und Ventile halten, ob es irgendwo Verschleiß gibt - das wird man erst nach längerem Einsatz sagen können. Die bekannte Rotationsbar hat beim Staelth einen weichen Belag bekommen, die man auch ohne Schwielen an den Händen "anfassen" kann. Das QR ist durch eine veränderte Führung der kleinen Pin-Schlaufe so verändert worden, dass die Auslösung auch unter Last ganz leicht gehen soll. Ich kann zur Funktion aus eigener Erfahrung jedoch nichts sagen, weil ich den Wichard grundsätzlich für das am besten funktionierende und am schnellsten auslösbare QR halte und nur diesen verwende.
Zum Wasserstart kann ich nichts sagen, weil ich die Kites nicht ohne Not nassmachen wollte. Ich würde hier keine Besonderheiten erwarten, was soll schon sein: 10er und 14er easy, 18er nicht so easy. Aber: Für diejenigen, die diese Frage sehr wichtig finden, ist der Stealth möglicherweise sowieso nicht der richtige Kite! Denn: Der Stealth ist nach meinem Eindruck nämlich nicht mehr ganz so der Allrounder wie der GXR03 im Sinne einer Intermediate/Hochleister-Kombination, sondern eher ein Allrounder im Sinne einer "new school"/Hochleister-Kombination... Soweit mein allererster Eindruck, bin jetzt gespannt darauf, wie meine Erfahrungen im oberen Einsatzbereich sein werden.
[ 19. Juni 2004, 08:04: Beitrag editiert von: CuxKiterWolfgang ]